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03.11.2009

Einfache Kürbissuppe


Alle tun es gerade. Oh, ja. Überall. Wohin man auch schaut, Kürbisse, Kürbisse und nochmal Kürbisse. Und ja, wir tun es auch – obwohl ich früher den Kürbis „nur“ in engelsgleicher Marmeladengestalt geduldet habe (ist eine lange, unfassbar leckere Spanien-bezogene Geschichte, dazu noch im Laufe der Woche mehr, versprochen..).

Und weil ich ja nun mal wirklich so gar nicht originell bin: Den Kürbis (ein Patisson-Kürbis, eine Sorte die ich bisher nicht probiert hatte) gibt es bei mir heute erstmal wieder als Suppe.

Noch schlimmer: Ich werdet jetzt alle vielleicht vor Langeweile tot umfallen, aaaaaaber... jepp, ich habe „schon widda“ die eine Suppe daraus gekocht, die ich sonst auch immer mit wechselndem Hauptgemüse koche...

Zu meiner Verteidigung muss ich allerdings sagen: Schmeckt ja auch aber jedes mal so dermaßen gut... was soll ich machen?! Never change a winning team...

Zutaten (es wurden daraus zwei sehr große sehr volle Teller):
  • ein Patisson-Kürbis (ca. 600-650 g Kürbisfleisch)
  • 3 kleine Kartoffeln (etwa 200 g insgesamt)
  • die Hälfte einer kleinen Zucchini (Kühlschrankrest, musste weg!)
  • leichte Gemüsebrühe
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • Olivenöl
  • Majoran (trocken, gerebelt)
  • Chiliflocken (trocken, aus der Mühle)
  • Champignons (Menge nach Gusto - geht auch mit anderen Pilzen, mit edleren Sorten umso besser)
  • Salz
  • Pfeffer
  • Crème Fraîche
  • optional: gehackte Petersilie oder Schnittlauch; hausgemachte Brot-Käse-Croutons

Wie es gemacht wird:

Das Prinzip hinter dieser cremigen Kürbissuppe ist also dasselbe, das in diesem werten Hause zum Beispiel auch bei Zucchini, Mangold oder Kartoffeln&Lauch erfolgreich umgesetzt wird. Variiert werden hier höchstens nur die Hauptzutat und das Topping...

Den Kürbis schälen und würfeln (nur das feste Fruchtfleisch, nicht den faserigen mittleren Teil mit den Kernen), genauso auch mit Zucchini und Kartoffeln verfahren.

Frühlingszwiebeln und Knoblauch klein hacken und im Topf mit Olivenöl anschwitzen. Das zuvor gewürfelte Gemüse dazu geben und alles mit Gemüsebrühe bedecken. Mit Majoran und Chili (ohne Scheu!) würzen und sobald alles kocht, die Flamme reduzieren. So köcheln lassen bis alle Zutaten gar sind (ca. 20 Minuten).

Einige Champignons in Scheiben schneiden und in einer Pfanne mit wenig Olivenöl kurz scharf anbraten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und reservieren.

Die fertig gegarte Suppe mit dem Stabmixer (ja, ich benutze dafür den Mixer, soviel Banausentum erlaube ich mir - mir persönlich gefällt das (Konsistenz)Ergebnis so besser als mitm Stampfer oder mit der ollen Passierlotte... Geschmackssache, ich weiß) fein pürieren. Gegebenenfalls mit Salz/Chili nachwürzen.

Zum Servieren, wie sonst auch: Klecks Crème Fraîche auf den Teller, diesen randvoll mit Kürbissuppe befüllen, gebratene Champignons kunstvoll darauf verteilen. Möglicherweise sind wir auch in der richtigen Laune, das Werk optisch noch aufzuwerten, indem wir Petersilie oder Schnittlauch auf die Suppe bestreuen. Vielleicht waren wir sogar zuvor konzentriert genug, beim Kochen an die geplanten Brot-Parmesan-Croutons zu denken, mit denen wir diese Kürbissuppe ursprünglich servieren wollten (vielleicht aber auch nicht, ich weiß wovon ich sprech)...

So oder so, mit viel Chichi obendruff oder minimalistisch schön: Sofort essen. Viel Brot darin tunken. Sich darüber freuen, diese Suppe gekocht zu haben. Und gut ist.

Uns hat es zumindest sehr gut geschmeckt – das war ein sehr schönes Spiel zwischen der dezenten Note vom Kürbis und der Chili-Schärfe.

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09.09.2009

Zucchini-Cremesuppe



Langsam spürt man es, oder? Der Sommer geht, der Herbst kündigt sich leise an. Unter uns gesagt: Ich habe nichts, aber rein gar nichts, gegen den Herbst (wer mich kennt weiß: ich mag keine Hitze - und ja, trotzdem liebe ich den Sommer, paradox, schätze ich mal)... und dennoch hängt ein Hauch von Abschied in der Luft. Bergpfirsiche, Kirschen, Melonen, Aprikosen, Himbeeren, Erdbeeren, Brombeeren... snief... Aber auf unsere herbstlichen Eintopf- und Suppenorgien freue ich mich jetzt schon. Denn, hehehe, ich bin der perfekte Gegenentwurf von Mafalda*: I ♥ Suppe!!!

Die heutige Zucchini-Cremesuppe ist wieder einmal ein Rezept meiner „amatxo“, obwohl ich es hier und da mit ein paar Änderungen aufgepimpt habe... jetzt wo die Tage kürzer und die Abende spürbar kühler werden, ist so eine Suppe das Allerallerallertollste!

Zutaten (für ca. 4 ordentliche Teller):
  • ca. 400 g Zucchini
  • ca. 200-250 g Kartoffeln
  • 2 kl. Knoblauchzehen
  • etwas Rosmarin (gemahlen)
  • ein paar Pfefferkörner
  • ca. 600-650 ml leichte Gemüsebrühe
  • ein Schuss Weißwein (trocken)
  • 4 Sahne-Käse-Ecken (Schmelzkäse)
  • optional:ein Schuss Sahne
  • optional: je 1 EL Crème Fraîche pro Teller
  • Pfeffer, frisch gemahlen, nach Gusto
  • Olivenöl nach Gusto

Wie es gemacht wird:

Kartoffeln, Knoblauch und Zucchini schälen und würfeln. In einem Topf mit Olivenöl andünsten, gelegentlich umrühren. Nach ein paar Minuten mit Weißwein ablöschen und mit Brühe bedecken. Rosmarin und Pfefferkörner hinzufügen und alles bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen.


Nach dem Kochen die gewürfelten Käse-Ecken in die Suppe geben und einrühren bis sie schmelzen. Alles mit dem Stabmixer pürieren und bei Bedarf mit etwas Sahne verfeinern, wenn nötig mit Salz abschmecken.

Ich tue da immer bei solchen Süppchen einen Klecks Crème Fraîche auf jeden Tellerboden bevor ich die Cremesuppe serviere. Oben drauf kommen zum Schluss noch eine gute Prise Pfeffer aus der Mühle und ein paar Spritzer Olivenöl (roh).

Dazu hausgemachtes Brot (Rezept hier) und eine Flasche Federweißer – was will man mehr?? Also ich, ick geb mich da vollkommen zufrieden mit.

Apropos Federweißer: Habe ich schon erwähnt wie sehr ich danach eigentlich süchtig bin? Noch ein Grund sich auf den Herbst so richtig zu freuen: Man kann heiße Süppchen essen ohne vor Hitze zu kollabieren, schwere trockene Rotweine machen wieder Spaß (siehe: Hitze → kollabieren) und es gibt wieder Federweißen. YAY!

*.- Wohlgemerkt ist Mafalda mir ansonsten stets ein Quell der Inspiration gewesen, meine Heldin, mein modisches Vorbild, mein Fels in der Brandung – obwohl ich, zugegebenermaßen, ein wenig reaktionärer geraten bin als sie...

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09.07.2009

Sommer aufm Balkon



Die Sommerzeit ist zauberhaft, nicht wahr? Im Grunde genommen sind alle vier Jahreszeiten magisch, klar... aber der Sommer als „Idee“, als quasi Gedanke, der toppt doch alles. Der Sommer ist für mich die Jahreszeit der Kindheit. Diese, die sich für immer in mein Gedächtnis eingraviert hat mit all ihren Gerüchen und Abenteuern.

Bei Sommer denke ich ans Schwimmen, an Pfirsichen und Kirschen und Honigmelonen. Ich denke an Sonnencreme mit Kokosnussgeruch und an Eidechsen und an Salz auf der Haut. Ich denke daran, wie ich als Kind die Tage im Freibad und die Abende auf unserer Terrasse verbracht habe, ich denke an die Erdbeermarmelade meiner Mutter und ans Brombeeren-Sammeln, an Familienpicknicks in den Bergen, Dreck an den Klamotten, aufgeschürfte Schienbeine und das vollkommene Glücksgefühl dass man bei totaler Schwimmbad-Erschöpfung empfindet.

Diesen Zauber der Kindheitssommertage vermisse ich in diesem Jahr irgendwie ganz besonders. Vielleicht hat es mit dem Tod meines Vaters zu tun. Oder vielleicht werde ich nur langsam alt genug um mich nach der Idylle der Vergangenheit zu sehnen. Wer weiß...

Auf jeden Fall habe ich mir vorgenommen, aus diesem Sommer soweit wie möglich einen Zaubersommer zu machen – ganz egal, was das Wetter für Kapriolen macht, wie frustrierend oder ermüdend der Alltag, wie weit Berlin von meinem Meer doch ist...

Und weil frau ja irgendwo anfangen muss, bei der Jagd nach dem ultimativen Zaubersommer, habe ich schon mal das Dinieren auf den Balkon (unser Paradies auf zweieinhalb Quadratmetern) verlegt. Ich habe die Biermenge in unserer Wocheneinkaufsliste einfach mal vervierfacht (kein Alkohol ist auch keine Lösung) und koche nur noch fantastisch-sommerliche Dinge: Salate, Garnelencrêpes, Fischterrinen und Gemüsetartelettes...

Das Schöne an letzteren ist ja: Sie schmecken kalt noch besser als warm (und lassen sich somit wunderbar im Voraus vorbereiten), sind recht schnell gemacht und eine grandiose Methode, Gemüsereste aufzubrauchen. In der Variante auf dem Bild waren die Törtchen mit Aubergine, Zucchini, Champignons und getrockneten Tomaten gefüllt. Genauso gut schmecken sie aber mit irgendeinem anderen beliebigen Gemüse, mit Anchovis, mit Walnüssen/Pinienkernen, etc...

Mit einem kühlen Bier (oder mit leckerem Weißwein wie dem hier oder dem hier, diesem hier oder diesem anderen hier – Olé, mein Lokalpatriotismus, hahaha...) und einem Salat dazu: Voilá, fertig ist das perfekte Balkonessen.

Zutaten:
  • 200 g Mehl (Type 405)
  • 100 g Weizenvollkornmehl
  • 125 ml Sonnenblumenöl
  • 125 ml lauwarmes Wasser
  • 1 TL Backpulver
  • etwa 1 kl. Aubergine
  • ca. ½ Zucchini
  • eine Handvoll Champignons
  • eine Handvoll getrocknete Tomaten (oder 4-5 Cherry-Tomaten)
  • ein paar Blätter Basilikum
  • etwas Grana Padano, frisch gerieben
  • 1 Packung Mozzarella (125 g)
  • 200 ml Sahne
  • 1 Ei
  • 2-3 EL Frischkäse
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer


Wie es gemacht wird:

Dieses Teig-Rezept benutze ich neuerdings ziemlich oft: Es lässt sich schnell zubereiten, verträgt sich gut mit der Tiefkühle und schmeckt toll. Ursprünglich stammt es aus dem Mälzerschen „Kochbuch“, aus dem ich öfters mal nachkoche – nur dass ich das „normale“ Mehl, je nach Tageslaune zu 1/3 oder gar zur Hälfte durch Vollkornmehl ersetze.

So geben wir also für den Teig das Öl und das lauwarme Wasser in eine Schüssel, fügen Mehl (Type 405 und Vollkornweizenmehl kombiniert) und Backpulver hinzu und kneten alles zu einem geschmeidigen Teig (ich benutze die Küchenmaschine, geht sicherlich aber auch super-easy per Hand). Mit einem Tuch bedeckt packen wir den Teig beiseite und lassen ihn 30 Minuten lang ruhen.

In dieser Zeit putzen und schneiden wir das Gemüse. Ich benutze dabei sowohl die Aubergine als auch die Zucchini ungeschält, das ist allerdings, wie so vieles – ich weiß – Geschmackssache. Champignons, Aubergine und Zucchini werden klein gewürfelt. Die Tomaten werden, wenn sie frisch sind, in dünne Scheiben geschnitten - sind es getrocknete, schneide ich sie in Streifchen genauso wie auch die Basilikumblätter...

In einer Pfanne mit wenig heißem Olivenöl braten wir das Gemüse (mit Ausnahme der Tomaten) bei mittlerer Hitze ein paar Minuten lang (es soll noch knackig sein). Wir nehmen es dann heraus und reservieren.

In einem Stabmixerbehälter mischen wir nun die Mozzarella (klein zerstückelt) mit der Sahne, dem Ei und ein wenig Frischkäse und pürieren mit dem Stabmixer. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Auf einer bemehlten Fläche rollen wir den Teig dünn aus und schneiden mit einem Teigrädchen Kreise in ausreichender Größe um unsere Tartelette-Förmchen damit auszulegen: Ich benutze für die individuellen Törtchen Ramekins mit 13 cm. Durchmesser oder eben Tarteletteförmchen (mit herausnehmbarem Boden) mit 9 cm. Durchmesser. Mit den hier angegebenen Mengen mache ich je vier Törtchen à 13 cm. und vier à 9 cm., es dürfte auch vollkommen ausreichen für eine große Tarte mit ca. 28-30 cm. Durchmesser...







Die Förmchen mit Butter auspinseln und mit den Teigplatten auslegen, je nach Bedarf mit Teigstreifen ca. 2 Finger hohe Seitenwände für die Förmchen bilden (Randübergänge gut andrücken).

Das Gemüse mit der Käse-Ei-Sahne-Mischung vermischen und die Teigformen damit füllen. Mit Tomatenscheiben oder -streifen und Basilikum dekorieren und mit geriebenem Grana Padano bestreuen.

Im vorgeheizten Backofen (200 Grad) ca. 15-20 Minuten backen, bis der Teig und die Füllung schön golden aussehen.

Entweder lauwarm oder kalt genießen. Ich persönlich finde, dass diese herzhaften Tartelettes kalt am Besten schmecken.

Eventuell vorhandene Teigreste kann man roh gut 1-2 Tage im Kühlschrank aufbewahren (länger habe ich es noch nicht versucht) oder eben einfrieren bis zur nächsten Nutzung.

Noch mehr Sommer gefällig? Dann hört Euch den Sommer mal an...



und schaut ihn Euch mal genauer an: 100 Gründe um den Sommer zu lieben! (entdeckt bei kireei.com)




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21.05.2009

Saté-Hähnchen mit Gemüse & Reis


Saté ohne Spieß, dafür aber mit Paprika, Auberginen, Champignons und Lauch.

(Pseudo)Asia à la Nata: Das ultimative Abendessen zum Germany's Next Topmodel Finale. Dazu ein großes kaltes Beck's und “die beste Begleitung von Welt”. Was will man mehr?

Und mal ehrlich: Schmeckt in dieser hausgemachten Variante wesentlich besser und frischer als das meiste was man heute vom Bestellservice aufgetischt bekommt... und so weiß ich auch wenigstens was da alles drin ist...


Die Sauce habe ich aus dem Blog “Chili & Ciabatta”: Dort gab es irgendwann im Februar ein Rezept für Lammfrikadellen mit Saté-Sauce, das mich so derart angelächelt hatte dass ich es prompt nachgekocht habe (sehr sehr empfehlenswert da richtig lecker!). Und weil ich damals so zufrieden war mit der Sauce (ich liebe diese ganzen asiatischen Saucen mit Erdnüssen), hatte ich die Reste der angebrochenen Kokosmilchdose einfach mal eingefroren denn “das machen wir ja bestimmt bald mal wieder”...

Gut, aus “bald mal wieder” sind circa 2 Monate geworden. Es gibt einfach viel zu viele viel zu leckere Dinge da draußen und zu wenig Zeit um sie alle zu kochen, ein Leben reicht ja gar nicht aus um all diese Köstlichkeiten zu probieren. Menno.

Lieber spät als nie, gestern gab es, um Rolfe und „die Mädchen“ würdig zu verabschieden, diese Sauce wieder zu Hähnchen, Gemüse & Reis. Der Herr K. (fleißiger Küchenjunge meiner Träume) hat es verschlungen (was mich besonders freut, wenn man bedenkt dass er immer behauptet weder Erdnusssaucen noch Kokosmilch sonderlich gerne zu mögen...) und ich tat es ihm gleich und legte dann die Füße hoch, Bierchen in der Hand und in wohliger Zufriedenheit. Joah.



Zutaten (für zwei mit gesundem Appetit):

  • ca. 200-250 g Hähnchenbrustfilet

  • 1 rote Paprika

  • 1 Lauchstange

  • eine halbe Aubergine

  • 5-6 große Champignons (oder eben so viele kleine wie man mag)

  • ein Glas (ca. 100-125 g) Reis (Langkorn/Basmati/whatsoever)

  • ca. 4 Gläser Hühnerbrühe (etwa 2 für den Reis, anderthalb für die Sauce, ein halbes für das Gemüse)

  • ca. 100-120 ml. Sweet-Chili-Sauce

  • ca. 3-4 gehäufte EL Erdnussbutter

  • 2 EL Zitronensaft

  • ca. 5-6 EL Kokosmilch

  • eine Handvoll Koriandergrün (ersatzweise sonst einfach mal Petersilie nehmen)




Wie es gemacht wird:

Reis kochen: dafür einen Spritzer Olivenöl erhitzen, den Reis dazugeben und kurz darin wenden bis es glasig ist. Dann etwa die doppelte Menge Hühnerbrühe zufügen und bei mittlerer Hitze vor sich hin kochen lassen.

Das Fleisch in Streifen oder Würfel schneiden und in einer großen Pfanne in wenig heißem Öl braten bis es goldbraun ist. Aus der Pfanne holen und reservieren. In der selben Pfanne (notfalls ein bisschen mehr Öl nehmen) das ebenso klein geschnittene Gemüse anbraten, nach ein paar Minütchen ein wenig Flüssigkeit hinzu geben (ich nahm ein halbes Gläschen Hühnerbrühe). Hitze reduzieren damit nicht alles komplett verkocht.

Für die Sauce erhitzen wir alle Zutaten in einer Kasserolle und rühren dabei bis alles gut vermengt ist: Ich habe diesmal die Mengenangaben von Originalrezept (siehe Link oben) nur “pi mal daumen” benutzt da ich gestern etwas unter Zeitdruck war um alles großartig zu wiegen/messen. Aber in etwa dürfte die Zusammensetzung so ausgefallen sein: ca. 300 ml. Hühnerbrühe (etwas weniger), ca. 100-120 ml. Sweet-Chili-Sauce, mehr oder weniger 3-4 gehäufte EL Erdnussbutter und 2 EL Zitronensaft und Peterslie (gehackt) nach Gusto da ich gestern spontan kein Koriandergrün im Hause hatte. Ein paar Minuten köcheln lassen. Fertig. Am Ende habe ich wohl viel zu viel Sauce gemacht, daher sind meine Angaben mit Vorsicht zu genießen, weniger geht auch...

Das Fleisch kommt zum Schluss zum Gemüse dazu in die Pfanne, genauso wie etwas gehackte Petersilie.

Dann wird serviert: Auf dem Teller Reis mit der Gemüse-Fleisch-Kombi aufwerten, dann alles ordentlich mit Sauce bedecken.



Es war viel. Es war toll. Wir wollen mehr.

Ein anderes Mal erzähle ich Euch vielleicht was es am Mittwoch zum UEFA-Cup-Finale gab... Ich meinem grenzenlosen Hunger (und bei der ganzen Fussi-Nervosität) habe ich an dem Abend komplett versäumt, das Menü zu fotografieren. Ist vielleicht besser so, wenn ich nur daran denke, wie traurig ich doch nach dem Abpfiff wieder war... Puh... naja, „nur ein Titel“ zu gewinnen ist auch okay, meine Daumen trainieren jetzt einfach mal für den 30.Mai, so einfach ist das! Vielleicht koche ich an dem Abend etwas Grün-Weißes...

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20.05.2009

Vollkornspaghetti mit Spinat-Lachs-Sauce


Impro-Abendessen der Extraklasse (gut, wenn man davon absieht dass ich Fisch & Spinat bereits morgens zum entspannten Auftauen von der Tiefkühle in den Kühlschrank „umgezogen“ habe, was ja zugegebenermaßen nicht ganz so „impro“-mäßig klingt).

Mit einem Baguette zum Tunken (manchmal denke ich, Tunken sei meine Berufung) und ein Gläschen Weißwein dazu, war das am Montagabend wieder mal ein Traum.

Andere Variationen, die ich sehr oft so oder ähnlich koche: Statt Lachs-Spinat, Lachs mit getrockneten Tomaten (geht auch z.B. wunderbar als „ménage à trois“ mit Rucola zusammen). Oder getrocknete Tomaten und Garnelen. Oder Garnelen und Lauch. Alles mit Sahne oder ohne Sahne und mit Frischkäse. Mit Vollkornspaghetti oder mit normalen Tortiglioni. Oder mit Bandnudeln. Oder. Oder.

Und das alles in 15-20 Minuten ohne Hektik und für knapp 2 Euro pro Portion (die im Übrigen wie immer großzügig war, denn „wenig-essen-kann-ich-ja-nicht“): Also wer da noch meint, kochen sei aufwendig und teuer, der gehört echt eingekerkert.


Zutaten (für 2):

  • 250 g Vollkornspaghetti
  • 125 g TK-Wildlachsfilet (oder frisch, um Himmels Willen)
  • 225 g TK-Blattspinat (siehe oben, gilt genauso)
  • ½ Glas Weißwein
  • 1 EL Butter
  • 2 kl. Knoblauchzehen, klein gehackt
  • ein Spritzer Olivenöl
  • ein Spritzer Zitronensaft
  • eine Prise Meersalz
  • etwas Pfeffer aus der Mühle
  • 2-3 Blätter Basilikum, klein geschnitten
  • ca. 100 ml. Sahne
  • ca. 200 ml Fond (hergestellt mit einem Löffelchen Krustentierpaste das in heißem Wasser eingerührt wurde; alternativ geht es sicher auch mit Fisch- oder Gemüsefond und einem EL Tomatenmark dazu)
  • Saft einer halben Orange
  • Salz

Wie es gemacht wird:

Bis das Salzwasser für die Nudeln kocht, schneiden wir den aufgetauten Fisch in Würfelchen. Wir legen diese in eine kleine Schüssel, und beträufeln sie mit Olivenöl und Zitronensaft und geben 2-3 Basilikumblätter (in Streifen geschnitten) dazu, schmecken mit Meersalz und Pfeffer ab, rühren alles gut durch und reservieren.

Die Nudeln ins kochende Wasser geben und kochen lassen bis sie noch ziemlich al dente sind (etwa 2 Minütchen weniger als in der Packung angegeben).

Währenddessen: Wir hacken 2 kleine Knoblauchzehen klein und dünsten sie in einer großen Pfanne mit einem EL Butter. Wenn der Knoblauch glasig ist, den Fisch zufügen und kurz anbraten. Dann den Weißwein darüber gießen und wieder aufkochen lassen. Nach ein paar Minuten den aufgetauten Spinat in die Pfanne hauen und den Orangensaft hinterher jagen und alles zusammen noch mal aufkochen lassen. Den Fond hinzufügen und weiter vor sich hin blubbern lassen. Zu guter Letzt die Sauce mit der Sahne ergänzen und reduzieren lassen, bis sie schön sämig ist.

Wenn die Nudeln fertig sind, gießen wir sie ab und rühren sie in die Sauce und lassen alles zusammen noch 1 Minute vor sich hin köcheln.

Wer will kann jetzt noch ein letztes Mal mit Salz & Pfeffer und ein Spritzer Zitrone abschmecken und/oder mit noch mehr Basilikumblättchen garnieren.

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06.05.2009

Frittierte Auberginenbällchen



Bereits vor einigen Wochen habe ich hier ein sehr sehr sehr leckeres Auberginenrezept aus dem spanischen Blog "Pan y Varios" nachgekocht (wenn auch in meiner Version nicht sonderlich fotogen), das wir sicherlich ab jetzt des öfteren essen werden. Denn ich bin ja ein großer Auberginenfan und freue mich immer über jede neue Anregung, wie ich sie zubereiten kann.

Als Adi in ihrem Blog neulich nachgelegt hat und diese krossen Auberginenbällchen
gezaubert hat, habe ich sie natürlich sofort probiert. Diese Frau ist nun meine offizielle Auberginenbeauftragte. Und sie hat den Titel wirklich verdient: Wieder einmal war das Endergebnis ein Traum!



Zutaten (für zwei, Mengen ergeben ca. 10 Bällchen):
  • 500 g Auberginen
  • 2 kleine Eier
  • 50 g. Parmesan o.ä. (fein gerieben)
  • ½ „cup“ + 1/8 „cup“ Paniermehl (in meinem Fall waren das circa 70-80 g Paniermehl, sehr nach Augenmaß gemessen)
  • Schale einer halben Zitrone, gerieben
  • etwas Koriandergrün oder Petersilie, gut klein gehackt
  • 1/4 „teaspoon“ Thymian (klein gehackt)
  • eine gute Prise Pfeffer aus der Mühle
  • 2 + ¼ „teaspoons“ Vollkornweizenmehl
  • ca. 50 g Gouda o.ä. (in ca. 10 Würfel geschnitten)
  • Olivenöl zum Frittieren (oder Fritteusenfett oder so was...)

Wie es gemacht wird:

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Auberginen waschen und ungeschält in ca. 1 cm. dicke Scheiben schneiden. Diese auf Küchenpapier auslegen und mit Salz bestreut ca. 30 Minuten ruhen lassen (das Salz entzieht den Auberginenscheiben Wasser und damit auch Bitterstoffe). Ich muss allerdings gestehen, dass ich meine Auberginen neulich „nur“ 15 Minuten habe ruhen lassen und geschmacklich war da kein Unterschied zu spüren zu den sonstigen Malen, wo ich sie länger hab ziehen lassen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit Olivenöl bepinseln und die erneut unter Wasser gewaschenen und gut abgetrockneten Auberginenscheiben darauf verteilen. Etwas Olivenöl auf die Scheiben geben (mit dem Kochpinsel) und in den Backofen schieben, bis sie zart und leicht golden aussehen (ca. 30-45 Minuten lang). Danach etwas auskühlen lassen und in kleine Stückchen schneiden.

In einer großen Schüssel werden nun ein geschlagenes Ei, der geriebene Parmesan, 1/8 cup Paniermehl, der Zitronenabrieb, Koriander, Pfeffer und Salz gut miteinander vermengt. Die Auberginenstücke dazu geben und erneut vermischen (dabei die Zutaten mit einer Gabel etwas zerdrücken), bis eine geschmeidige Masse entsteht.

Das restliche Paniermehl (½ cup) wird auf ein Teller gekippt. In einem separaten Teller werden das zweite Ei und das Mehl zusammen geschlagen. Mit der Auberginenmasse Bälle formen und im Bällchen-Inneren jeweils einen Würfel Käse „einschließen“. Es ist wichtig, dass der Käse gut und vollständig von der Auberginenmasse abgedeckt ist (andernfalls wird der geschmolzene Käse beim Frittieren auslaufen, was ja blöd wäre).

Die fertigen Bällchen werden erst in der Ei-Mehl-Mischung getunkt, später in Paniermehl gewendet bis sie alle fertig paniert sind.

In einer Pfanne eine ausreichende Menge Olivenöl erhitzen und die Bällchen circa 4-5 Minuten lang braten bis sie goldenbraun sind. Noch einfacher und gleichmäßiger gelingt die Bräune in der Fritteuse: Bällchen rein. Vier Minütchen warten. Bällchen wieder raus.

Die frittierten Bällchen mit Salz nachwürzen und sofort servieren (bevor der Käse im Inneren wieder abkühlt, was tendenziell auch doof wär).

Wir haben Adis Empfehlung umgesetzt und haben die Bällchen mit einer Tomatensauce serviert: Dafür habe ich eine Knoblauchzehe und eine Frühlingszwiebel in Olivenöl angebraten, darüber eine Dose „Pizzatomaten“ (drin sind geschälte gehackte Tomaten und Tomatensaft) gekippt, das Ganze mit Salz, Pfeffer, eine Mini-Prise Zucker, Basilikum und Oregano verfeinert und alles dann so ca. 15 Minuten sanft vor sich hin köcheln lassen.

Unser Fazit: Mal wieder toll. Eine sehr schöne „andere“ Art, Auberginen zu essen. Sehr lecker und irgendwie sehr erfrischend. Sommerlich. Joah.

Übrigens: Adi von „Pan y Varios“ hatte das Rezept dieser Bällchen ursprünglich bei epicurious.com gefunden
(hier könnt Ihr die Anmerkungen von anderen Menschen nachlesen, die das Gericht auch probiert haben, da sind ein paar gute Anregungen drin, wie z.B. der Vorschlag, gehackte Pilze hinzuzufügen, mit denen ich nächstes Mal gerne experimentieren möchte...).

Wer das epicurious-Portal nicht kennt, der möge bitte jetzt dahin eilen: ähnlich wie bei chefkoch.de findet man hier Zillionen von Rezepten, Foren, Artikeln, Lexika und diverse Tools. Ich persönlich (ja mei, ich bin bekanntlich ein oberflächliches Stück) finde die Aufmachung bei Epicurious wesentlich, ähm, ja... „sexier“ als beim deutschen Chefkoch – und einige der "epi"-Features finde ich wirklich sehr schön praktisch (wie deren Kooperation mit Tastebook, was das Anlegen von personalisierten Kochbüchern angeht, aber darüber erzähle ich Euch bald mehr... versprochen).


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23.04.2009

Mangold-Tarte. Soave. Frühling.

Toc, toc... Jemand da draußen? Wartet da noch irgendwer auf mich? Hält mir da wer noch die Treue? Ja. Ich weiß. Ich war VERSCHOLLEN, nicht? Ja, Waaaahnsinn...

Ach was soll ich sagen?!

Erst waren meine Frau Mamá und meine älteste Schwester hier zu Besuch und wir hatten entsprechend Urlaub und sind zu Viert durch Berlin getingelt, ganz und gar heldenhaft, immer der Sonne hinterher, zum Reichstag, ins Olympiastadion, auf die Pfaueninsel, zum Wannsee, in den Zoo und und und. Und zurück. Und noch mal hin. In Dauerschleife.

Ja, und dann passierte noch dies & jenes, und der Handwerker ging und dann kam er wieder. Und die Arbeit war „naja“ und da draußen meinten irgendwelche Vollpfosten eine Rechnung sei Diskussionsmaterial, so als sei das hier nicht die freie Marktwirtschaft sondern irgend so ein scheiß verdammter Hippie-Debattierklub (habe ich schon mal erwähnt, dass ich Kapitalist bin?) und wir feierten Jahrestag und ich habe dabei das Rinderfilet versemmelt aber eine passable Sauce gezaubert und es wurde Frühling und meine Sonnenallergie kehrte pünktlich mit dem ersten Sonnenstrahl zurück und ich habe viel zu oft die Nerven (oder die Contenance?) verloren und ich hab nicht wenig gelacht, irgendwie aber auch umso mehr geweint und dabei habe ich meinen Vater vermisst um mich dann im selben Atemzug gnadenlos und versehentlich daran zu erinnern, dass er immer noch tot ist. So ein Mist aber auch. Und dann habe ich jedes Mal auf die Katastrophen-mildernde Wahrheit des nächsten Atemzuges gehofft, der aber, life's a bitch, mir nur den Gedanken beschert hat, dass sich daran auch in nächster Zeit vermutlich nichts ändern wird. „Unverständliches Prinzip Tod“, so umschrieb es eine Freundin neulich. Und da wollte ich mich ablenken und habe mich, wie süß, über Dieter Bohlen aufgeregt, und mich maßlos über ominöse „Experten“ geärgert, die Computerspiele mit echten Tötungen gleichsetzen und für ein Verbot plädieren, dabei aber vergessen dass man genauso gut 90% aller Literaturklassiker verbieten könnte (allen voran die Bibel, den Koran und den Tanach), sowie 75% aller Kinofilme, 99% der klassischen Kunst weltweit, und dann sollte man auch bei der Gelegenheit so gut wie alle Nachrichtensendungen abschaffen und bitte definitiv alle TV-Debatten zu denen Oskar Lafontaine oder Bushido eingeladen werden. Joah. Und ich habe aufgehört Perez Hilton lustig zu finden und finde ihn jetzt meistens nur noch doof und peinlich. Und während all das so mit mir und um mich herum passierte habe ich zig Mal versucht mich wieder aufzuraffen und ich habe es meistens eh nicht geschafft und ich bin kurzerhand emotional Amok gelaufen und habe mich dann doch gefragt wie lange ich diese heilige Allürenscheiße noch weiter durchziehen kann bevor ich meine Beziehung endgültig & mit vollem Einsatz gegen die frisch-tapezierte Wand gefahren habe. Daraufhin habe ich Angst gehabt und Panik geschoben. Ja. Und in der ganzen Zeit habe ich gekocht wie eine Irre (IRRE passt diese Tage eh nur zu gut), leider aber nicht so viel wie nötig gewesen wäre, um mich von all diesem Gedöns zu befreien. Dabei ist Eskapismus doch so was Schönes.

Also: Ihr seht schon. Ich war beschäftigt und habe mich prächtig amüsiert. So! Und jetzt, mag jemand mal ein Stück Mangoldtarte?



Zutaten (für eine Tarteform mit 28cm Durchmesser):

  • 600 g Mehl (in diesem Fall: 500 g Mehl Type 405 & 100 g Vollkorn-Weizenmehl)
  • 250 ml Sonnenblumenöl
  • 250 ml Wasser (lauwarm)
  • 1 TL Backpulver
  • ca. 450 g Mangold
  • 3 EL Rosinen
  • 3 EL Pistazien (gehackt)
  • 2 Eier
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Muskatnuss
  • ca. 100 ml Sahne
  • ca. 50-70 g Grana Padano
  • ca. 50 g Ziegenkäse
  • 2-3 EL Frischkäse (wie Cremette, Philadelphia oder so watt)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 3 EL Olivenöl
  • etwas Butter (um die Form zu bepinseln)
  • 2EL Semmelbrösel

*.- leicht abgeändert nach Tim Mälzers „Kochbuch“ (Seite 61: geschlossene Mangold-Tarte)

Wie es gemacht wird:

Wir fangen beim Teig an (verrückte natalika-Logik, was?): In einer Schüssel, das Sonnenblumenöl mitm Wasser vermischen, Mehl und Backpulver hinzufügen und alles zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten (bei mir übernahm diese Aufgabe die Küchenmaschine). Den Teig in der Schüssel lassen und diese, mit einem Tuch bedeckt, 30 Min. beiseite legen.

Wir waschen das Mangoldgemüse und schneiden alles (Strunke & Blätter) klein. Zusammen mit Knoblauch und Frühlingszwiebel wird der Mangold in einer Pfanne (mit etwas Olivenöl) circa 5-6 Minuten lang anbraten. Dann geben wir Rosinen und Pistazien dazu und würzen alles mit Salz, Pfeffer und Muskat. Wir nehmen das Gemüse von der Kochstelle und lassen es in einer Schüssel abkühlen.
Ah! Und wir heizen den Ofen vor (200 Grad).


In der Zwischenzeit pürieren wir mit dem Stabmixer die Eier mit Sahne und Käse (alle 3 Käse-Sorten), schmecken sie mit Pfeffer ab.


Auf dem bemehlten Tisch rollen wir den Teig dünn aus und schneiden aus ihm 2 Teigplatten mit ca. 30-32 cm Durchmesser. Wir legen den Boden der (hihi, gebutterten) Tarteform mit der einen Platte aus und drücken diese am Rand an.



Wir bestreuen den Teigboden mit Semmelbröseln und geben das Gemüse darauf. Das Ganze wird mit der Sahne-Ei-Mischung begossen und mit der zweiten Teigplatte bedeckt (Achtung! Teigränder gut zusammendrücken). Wir pieksen den Teigdeckel mehrmals mit einer Gabel... und schieben das Ding in den Ofen.

Nach ca. 45 Minuten sollte die Tarte fertig sein. Dazu haben der Herr K. et moi myself am Mittwochabend jede Menge Soave getrunken, während wir uns wieder ein mal darüber ärgerten, dass P7 „Grey's Anatomy“ blöderweise auf 20:15 vorverlegt hat, welch Misere, wo ich eh immer am Kochen bin & der Mann des Hauses eh immer im Auto sitzt... hmpff...

Sehr lecker, obwohl ich auch ohne den Teigdeckel oben druff auch gut hätte leben können.


Übrigens 1: Die Tarte schmeckt übrigens am nächsten Tag im Backofen aufgewärmt noch viieeeel besser, weil der Teig dann ein wenig weicher wirkt...

Übrigens 2: Etwa die Hälfte des Teigs blieb über... Habe ich einfach in Alufolie eingewickelt und eingefroren. Damit gibt es dann nächste Woche irgendwann individuelle Mini-Quiches zum Abendessen mit, ähm mit irgendwas Gemüsigem... oder Fischigem. Also mit irgendwas halt...

Übrigens 3: Hab ich schon erwähnt, es ist Frühling? „Frühling in der Schönhauser... Frühling in Berlin...“ - so singt's Nylon und ich mag das und ich sollte womöglich viiiiiiel öfter raus. Der Baum unseres Innenhofes (verdammt, ich vergesse immer was das für einer ist, wer sagt's mir bitte...) ist in den letzten 7-8 Tagen förmlich explodiert und ich kann auch nicht mehr durch die Raabestr. latschen ohne alle paar Meter anzuhalten um Handy-Fotos der blühenden Mandelbäume zu machen.

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31.03.2009

Mangold mit Béchamel-Sauce


„Mangold-Wochen“ bei halbe Flamme...!

Ihr hattet jetzt doch nicht gedacht, ich schmiere Euch einfach irgendwelche Anregungen ums Maul, wie sich Mangold zubereiten lässt, und Euch dann aber nicht „en detail“ sage wie all datt geht, oder? Oooooderrrr?...

Vor ein paar Wochen gab es im K.-N.'schen Hause mal wieder ein Mangoldgericht, das ich sehr gerne esse und bei uns in Navarra (aka die ferne Heimat) sehr viel Tradition hat: Mangoldstrunke mit Béchamel, Txistorra und Schinken. Hmmm, hach, lecker!

Dieses Rezept wird bei uns traditionell eigentlich ursprünglich mit Kardone (auch bekannt als Kardy oder Karde) zubereitet. Da es Kardone aber meist nur für kurze Zeit gibt und auch nicht überall (selbst in Spanien ist dieses Gemüse nur eher im Norden des Landes verbreitet), greift man oft auf Mangoldstrunke zurück.

Ich habe auch noch nie in Deutschland irgendwo Kardone gesehen und war deshalb so ratlos, wie ich Euch dieses Gemüse nun näher bringen sollte – und dann wurde neulich in der schweizerischen Cucina Kardone zubereitet (yay! das nenne ich Blogger-Telepathie) und so kann ich Euch wenigstens anraten, mal dahin zu huschen und Euch das Bild des Prachtstückes anzuschauen, damit Ihr in etwa wisst, was mit Kardone/Kardy gemeint ist. Außerdem gab es in den Kommentaren, juchuuu!, einige Hinweise, wo man dieses Gemüse in Berlin bekommt...

Vom Prinzip her erinnert Kardone geschmacklich ein wenig an Artischocken, wie der Cucina-Koch trefflich schreibt, und auch an Mangold... aber irgendwie... anders. So oder so: Sehr lecker! Bei uns in Navarra ist „Kardone mit Béchamel“ wichtiger Bestandteil des typischen Heiligabend-Menüs.

Ich schweife gerade aber mal wieder mächtig ab, Kardone hin oder her – heute geht es eigentlich um Mangold...


Ich weiß nicht ob es daran lag, dass wir dieses Gericht (in der Originalvariante mit Kard... ok, ok, okay, ich höre schon auf...) zuletzt Weihnachten gegessen hatten oder daran, dass ich mich neulich beim Kochen übertroffen habe, keine Ahnung, aber wir beide hatten an diesem Abend das Gefühl, es sei zu schnell vorbei gewesen mit dem Essen, zu rasch war die Pfanne leer. Wir blieben zurück und waren irgendwie ein bisschen traurig. Wollten gerne mehr. Davon. Viel mehr. Seufz!

Zutaten:

  • 1 Mangoldstaude (nur die weißen Strunke, die Blätter werden für ein anderes Gericht beiseite gelegt)
  • Salz
  • Olivenöl
  • wenn welche zu kriegen ist: etwas Txistorra (in Stückchen geschnitten)
  • 1 oder 2 Scheiben Serrano-Schinken (in Stücke geschnitten)
  • Milch & Mehl für eine Béchamel
  • 1 Knoblauchzehe (oder 1 kl. Frühlingszwiebel)
  • optional: 1-2 EL gemahlene Mandeln

Wie es gemacht wird:

Wir trennen vom Mangold die grünen Blätter ab und reservieren diese für ein anderes Rezept (zum Beispiel für eine Suppe oder ein Püree oder für eine schnelle Pesto-artige Sauce zu Nudeln, o. ä.). Die geputzten Strunke (am Besten auch die Fäden abziehen) schneiden wir in Stücke (ca. 3-4 cm. lang) und kochen sie in gesalzenem Wasser mit einem Schuss Olivenöl ca. 15-20 Minuten lang.

In der Zwischenzeit braten wir kurz in einer kleinen Pfanne einige Stücke Txistorra* und Serrano-Schinken, wir legen sie dann beiseite.

In der Pfanne dünsten wir dann eine klein gehackte Knoblauchzehe in Olivenöl (oder Butter) an. Ehe der Knoblauch Farbe annimmt, werden 1-2 Esslöffel Mehl eingerührt (mit dem Holzlöffel oder einem Schneebesen). Anschwitzen ohne dass es dunkel wird. Unter Rühren wird nun kalte Milch zugegeben (Vorsicht damit keine Klümpchen auftauchen) bis man eine halb-dicke Béchamel hat. Mit Salz abschmecken und die Béchamel aufkochen (ca. 10 Min. kochen lassen), dabei gelegentlich rühren damit nichts ansetzt.

Wenn die Mangoldstrunke fertig gegart sind, geben wir 1-2 EL von deren Kochwasser in die Béchamelpfanne und rühren sie ein. Nun gesellen sich dazu die abgetropften Strunke sowie Wurst und Schinken.

Fertig.

Einfach und einfach wahnsinnig lecker.

Man kann die Béchamel-Sauce in diesem Gericht übrigens auch wunderbar mit gemahlenen Mandeln verfeinern. Mandeln und Mangold bzw. Mandeln & Kardone passen nämlich sehr sehr gut zusammen.

*.- Ich habe mir neulich sagen lassen, dass es in einigen spanischen Lebensmittel-Läden in Berlin möglich ist, Txistorra zu kaufen. Zum Beispiel anscheinend im „Mitte-Meer“... Diese Info gebe ich vorerst allerdings ohne Gewähr weiter, denn ich habe noch kein Testkauf getätigt um mir genauer anzusehen, was man dort für welche bekommt... Ich bringe meine – vom Dorfmetzger meines Vertrauens hergestellt und eigens für mich Vakuum-verpackt – immer im Koffer mit, diese Jungs sind schließlich zu gut darin, um deren Txistorra untreu zu werden: Sie machen das nämlich bereits in dritter Generation und haben für ihre Txistorras des öfteren Preise gewonnen. Zu Recht.


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27.03.2009

Grünspargel-Risotto

Wir essen gern und relativ oft Risotto, überhaupt essen wir sehr viel Reis in allen erdenklichen Variationen. Das hat damit zu tun, dass wir Reis lieben... Also, zumindest ich tue das - und da unser Wochenessplan (ein ander Mal erzähle ich mehr darüber, wie hier geplant und eingekauft wird) ja größtenteils von mir entworfen wird, muss sich der Herr des Hauses dem beugen. Ich habe aber bisher auch eher den Eindruck, dass er ganz zufrieden ist mit dem, was ihm so Tag für Tag vorgesetzt wird...

Das ursprüngliche Rezept für dieses Risotto stammt aus einem Trennkost-Buch
von Ursula Summ. Jepp, Trennkost. Haben wir auf Wunsch des werten Herrn K. eine Zeit lang gemacht vor ein paar Jahren. Es ging da alles damit los, dass besagter Herr der Meinung war ich hätte ihn gemästet (ganz unrecht hatte er auch nicht, ehem). Und dann zog er eines Tages los und kam mit einem Trennkost-Buch unterm Arm zurück. Ja, dann...!

Ich persönlich finde die Theorien hinter der Trennkostdiät irgendwie... esoterisch. Alles Quatsch! Und dennoch hat es damals funktioniert, mit dem Abnehmen. Alles allerdings nur der Tatsache geschuldet dass man natürlich sofort anfängt, besser und gesünder zu essen, man reduziert die Fette auf ein Minimum und man steigt konsequent auf Vollkorn-Getreide (Natur-Reis, Vollkornnudeln, Vollkornmehl, etc.) um, man verwendet kaum Zucker, usw. Hat aber an sich mit der separaten Zunahme von Eiweiß und Kohlenhydraten recht wenig zu tun, glaube ich.

Wie dem auch sei: Unser Trennkost-Experiment hat uns trotzdem viel Gutes gebracht. Wir haben einiges umgestellt und angefangen weniger „deftig“ zu essen. Und wir haben sehr viele Rezepte und Produkte aus der Zeit lieb gewonnen und in unser alltägliches Repertoire aufgenommen: Vollkornnudeln zum Beispiel und auch das Rezept, auf dem dieses Risotto basiert...

Zutaten (das ist meine Interpretation, mit, ähm, üppigeren Mengen):
  • ca. 200 g Arborio-Reis
  • Gemüsebrühe (ca. 500 bis 750 ml)
  • 500 g Grünspargel
  • etwas Weißwein
  • 50 g (2 Scheiben) Butterkäse
  • 2 Frühlingszwiebeln (oder eine kl. Zwiebel)
  • Olivenöl
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Salz
  • Zucker
  • optional: Kräuter nach Laune

Wie es gemacht wird:

Die Enden der Spargeln abschneiden und die Stangen dann in ca. 3-4 cm. große Stücke schneiden. Wir kochen die Spargeln in einem Topf mit gesalzenem Wasser und einer Prise Zucker etwa 12-15 Minuten lang.

Während der Spargel kocht dünsten wir die klein gehackten Frühlingszwiebeln in einem Topf mit einem Schuss Olivenöl und geben den Reis dazu. Wenn der Reis glasig ist, mit Weißwein ablöschen und dabei rühren. Dann, wenn der Wein verdampft ist, nach und nach (kellenweise) die heiße Brühe hinzufügen, immer erst dann nachlegen wenn der Reis neue Flüssigkeit braucht, und immer brav ständig umrühren.

Kurz vor Schluss werden die abgetropften Spargelstücke untergerührt sowie 50 g Butterkäse (sehr fein geschnitten) und je nach Lust & Laune mit Pfeffer aus der Mühle abgeschmeckt oder mit Kräutern oder anderen Würzdingen. Wir nehmen den Topf von der Kochstelle und lassen ihn 2 Minuten zugedeckt ruhen. Dann wird serviert und z.B. mit gehackter Petersilie bestreut...

Dazu gab es am Mittwoch „Private Practice“ & vor allem „ER“, ein demokratisch geteiltes Beck's und leckeres selbstgebackenes Weißbrot* (das auf dem Bild wie ein unschöner Penis aussieht aber in echt viel besser geraten war...)...


*.- Für das Brot habe ich das Basic-Rezept von der einen Variante hier benutzt, nur Mehl, Wasser, Hefe, Salz...


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25.03.2009

Mangold-Cremesuppe


Nach dem kleinen Weltuntergang vom gestrigen Vormittag (war das Hagel? Schnee? Schneeregen?) schrie mein Körper irgendwie nach Suppe (gut und nach einer Kloschüssel, das ist aber eine andere Geschichte). Ich bin schon immer so 'ne Suppenverrückte gewesen. Schließlich liebe ich ja dieses Gefühl von „warm im Magen“ (ganz egal ob es dann doch draußen 30 Grad sind) und Süppchen sind der Inbegriff von eben dieser magischen Magenwärme. Außerdem macht meine Mutter UNBESTRITTEN die beste Consommé der Weltgeschichte. Ich wurde also schon als Kind arg angefixt.

Auf dem Essensplan für die Woche standen noch ein Grünspargelrisotto und eine Mangoldcremesuppe. Ja, da ist doch klar, was gestern auf den Teller kam, oder?

Eine fantabulose belebende, sättigende, leckere, cremig-heiße Suppe. Mit Mangold (George Clooney, George Clooney!!) und Kartoffeln, mit Crème Fraîche und Schinkenwürfeln.

Ein Suppen-Big-Bang: Zack-a-bum! Wie L E C K E R!

Zutaten (ergab ca. 5 Teller):

  • eine Handvoll Kartoffeln
  • etwa eine halbe Mangoldstaude (die war recht groß)
  • 1 Tasse Hühnerbrühe (in diesem Fall Reste einer hausgemachten Hühner-Gemüse-Brühe)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1-2 Frühlingszwiebeln
  • Wasser
  • etwas Rosmarin (gemahlen)
  • eine Prise Thymian
  • Olivenöl
  • ein Schuss Sahne
  • Schinken (gewürfelt)
  • 1 Becher Crème Fraîche
  • evt. etwas Salz

Wie es gemacht wird:

Oops, ich habe gestern beim Improvisieren vergessen, mir die benutzten Mengen zu notieren/merken. Also macht's nach Gefühl halt.

Wir schälen die Kartoffeln und würfeln sie. Das Mangoldgemüse (sowohl Strunke als auch Grünblätter) putzen und grob in Stücken/Streifen scheiden.

Knoblauch und Frühlingszwiebel klein hacken und im Topf mit Olivenöl andünsten ohne dass sie Farbe annehmen. Wir fügen die Kartoffeln und das Gemüse hinzu und rühren um. Brühe angießen und mit Wasser auffüllen bis der Topfinhalt etwa bedeckt ist. Mit Rosmarin und Thymian würzen (etwas Pfeffer schadet sicher auch nicht) und aufkochen. Wenn es kocht, reduzieren wir die Flamme (auf halb) und lassen alles vor sich hin köcheln (nach ca. 15-20 Minuten sollte alles gabelzart sein).

Wir nehmen den Topf von der Kochstelle, geben einen Schuss Sahne hinzu und pürieren datt Janze mit dem Stabmixer bis eine feine Creme entsteht. Wir checken noch ob die Suppe vielleicht Salz braucht (je nach dem wie viel Substanz die Brühe hatte ist Salz überflüssig) und legen den Topf kurz zugedeckt beiseite.

In der Zeit schwenken wir unsere Schinkenwürfeln mit ein paar Tropfen Olivenöl in einer Pfanne.

Zum Servieren geben wir 1-2 großzügige Esslöffel Crème Fraîche auf jeden Teller, gießen die Suppe darüber und bestreuen sie zum Schluss mit den Schinkenwürfeln. Die Krönung: Den fertig angerichteten Suppenteller mit etwas Olivenöl (soll gut sein und roh) beträufeln.

Sofort servieren, sofort aufessen. Und dabei natürlich viel (viel, viel, viel!) Brot in die Suppe tunken – ungehobelt ist nicht der, der tunkt, sondern wer solch doofe Regeln aufstellt. Hallooooo?! Es ist eine Suppe. Suppen brauchen Getunke. Basta.

Habe ich Euch schon gesagt wie fenomenal diese Suppe geschmeckt hat? Joah.


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04.03.2009

Löffelweise Kindheit

Ich glaube, von allen Gemüsesorten ist mir Mangold am liebsten. Mangold ist mein George Clooney unter dem Grünzeugs. Soll heißen: Da bekomme ich beim Anblick einer Mangoldstaude sofort Hitzewallungen und mein Oral-Trakt fängt an, unkontrolliert zu sabbern.

Ich habe irgendwann mal irgendwo jemanden gehört, der sagte, Mangold sei ja „ein total langweiliges Gemüse“. Es sind solche Sätze, die mich in meinem Glauben bestätigen, dass es da draußen dann doch recht viele Idioten gibt. Tsss! Im Ernst: Wenn es um Mangold geht, da werde ich intolerant. Da versteh ich keinen Spaß, hey, da bin ich Gosse, und Aggro und so! Mangold ist das Gemüse meines Herzens, so fein und delikat.

Und er ist ein wahrer Allrounder! Man kann aus den Blättern und Strunken unzählige Traumgerichte kochen: Mangold schmeckt mit Frischkäse super zu Vollkornnudeln. Mangoldstiele mit leichter Béchamel und Serranoschinken finde ich ganz besonders lecker. Mit Mandelpaste zusammen wird Mangold einfach nur „geilomat!“. Die Strunke lassen sich mit Allerlei füllen und panieren. Aus den Blättern kann man Rouladen (mit Fisch, au jaaaa!, oder Fleisch) oder gefüllte Päckchen zaubern. Man Kann daraus Creme-Suppe oder Püree machen. Und Quiches oder Tarten. Und Mangoldgratin. Und und und und und...

Was denn daran langweilig sein soll weiß ich auch nicht. Pfff... Und gesund ist Mangold auch noch: Er ist besonders reich an Vitaminen (hauptsächlich C und A), Eisen, Calcium, Kalium, Folsäure - alles wichtige Nährstoffe - und das bei einem winzigen Kaloriengehalt.

Ich liebe Mangold also. So viel ist mittlerweile schon klar. Tja, und, bei bei aller Raffinese... wollt Ihr wissen, wie ich meinen Mangold am liebsten mag? (Fast) Ohne alles!


Mangoldgemüse mit Kartoffeln – das ist für mich wie löffelweise Kindheit zu futtern. Hat meine „amatxo“ immer für mich gemacht, macht sie heute noch. Und ich habe immer das Gemüse gegessen und dann ein Baguette in die Hand genommen und das Kochwasser damit getunkt, mache ich heute noch.


Zutaten (um 2 glücklich zu machen):

  • etwa die Hälfte einer ordentlichen Mangoldstaude (mit der anderen Hälfte kocht Ihr etwas anderes)
  • ca. 4-5 mittelgroße Kartoffeln, geschält und grob in Stückchen geschnitten
  • Wasser
  • Olivenöl
  • Salz
  • 1 Knoblauchzehe

Wie es gemacht wird:

Vorneweg: Bei Mangold sind die Frische und Qualität der Pflanze immens wichtig. Finger weg von Mangoldpflanzen die nicht super knackig aussehen und intakte Grünblätter und Stiele haben! Ich hatte diesmal wieder einen Mangold vom Gemüse-Vietnamesen meines Vertrauens, der wahrlich ein Ausstellungsstück war. Top!
Wir waschen & putzen das Gemüse gewissenhaft. An sich entsteht beim Mangoldputzen in der Regel so gut wie gar kein Abfall: Von den Enden der Stiele/Strunke nur soviel entfernen wie nötig ist um die einzelne Stiele von der Staude abzutrennen (quasi die härteren Stielansätze). Bei den Blättern schneiden wir nur dann etwas weg, wenn es irgendwo bräunliche Stellen gibt. Ich ziehe meist von den Stielen die Fäden ab (ähnlich wie Ihr es bei Staudensellerie machen würdet), obwohl es natürlich auch ohne diesen Schritt geht.

Die Grünblätter werden in feinen Streifen geschnitten, die Stiele in Stücke (ca. 3 – 4 cm. Lang).

In einem großen Topf erhitzen wir etwas Olivenöl und geben die Mangoldstiele hinzu. Wir dünsten sie ein/zwei Minuten lang (unten Wenden, damit sie nicht anbrennen) und geben nach dieser Zeit etwas Wasser und die Kartoffelstücke dazu. Wir lassen beides so etwa 5 Minuten lang köcheln bevor wir die Mangoldblätter zugeben. Jetzt bedecken wir das Gemüse mit Wasser und geben das Salz dazu und eine Knoblauchzehe (geschält und nur grob mit der Hand zerdrückt). Es soll noch ca. weitere 10-15 Minuten bei kleiner Flamme kochen bis alle Zutaten zartweich sind.

Wir servieren den Mangold und die Kartoffeln ohne bei der Zugabe vom Kochwasser zu sparen (OK, von mir aus nennen wir es Suppe). Wir begießen das auf dem Teller ruhende Gemüse mit einem letzten Schuss (gutes!) Olivenöl (roh!).

Und dann: Einen Löffel davon in den Mund nehmen. Und noch einen, und noch einen und... Seufzen. Grinsen. Glücklich sein. Und wenn auf dem Teller nur noch Kochwasser übrig ist: Baguettestückchen darin einweichen und löffelweise wegessen, bis die ganze Flüssigkeit aufgesogen/getunkt worden ist. Abrakadabra und Simsalabim! Und leer ist der Teller!



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28.02.2009

Endivien (Chicorée) gefüllt mit Champignons & Shrimps


Resteverwertung galore! Ein paar Endivien, die bereits Friss-mich!-Alarm schlugen, einige Champignons - die machen eh bei jeder Sause mit - , eine Handvoll Shrimps... Zack, zack, zack! Und fertig war das Mittagsessen von Klein-Nata...

Ausserdem, oh wie passend, kann ich die Gelegenheit nutzen, um mein erstes Rezept bei einem deutschen Kochblog-Event einreichen, nämlich beim „Garten-Koch-Event“ vom gaertnerblog.de...

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Ja, genau! Thema: Champignons. Na also!

Nachdem ich jetzt seit letztem Sommer mit der spanischen Version meiner Küchenabenteuer hier und da an solchen Events teilnehme, war das jetzt hier mal eh längst überfällig...

Übrigens: Dafür, dass dieses Gericht so aus der Not geboren war hat es fantastisch geschmeckt. Kommt sofort in die Rezepteschublade. Aber hallo...!

Zutaten (für 4):

  • 12 Endivien (Chicorée)
  • ca. 150 g Shrimps, klein geschnitten
  • ca. 150 - 200 g Champignons, klein geschnitten
  • ca. 4 EL Mehl
  • 150-175 ml Sahne
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • Olivenöl oder Butter
  • 4 EL Weißwein
  • zum Panieren: 1 gequirltes Ei (angereichert mit ein bissl Salz & Pfeffer & 'n wenig Milch), Semmelbrösel, Mehl
  • Fett/Öl zum Frittieren
  • Kräutersalz
  • Pfeffer

Wie es gemacht wird:

Die Enden der Endivien abschneiden und die äußeren Blätter entfernen. Die Endivien in Wasser mit Salz und ein Schuss Olivenöl ca. 10 Minuten lang bei kleiner Flamme kochen. Von der Kochstelle nehmen und auf einem Teller abkühlen lassen.


Während die Endivien kochen, die „Füllung“ zubereiten: Je eine Frühlingszwiebel und eine Zehe Knoblauch klein hacken und mit wenig Öl oder Butter in einer Pfanne andünsten. Etwa die Hälfte der Champignons und Shrimps sowie 2 EL Weißwein hinzufügen und alles kurz zusammen anbraten. Mit Kräutersalz und Pfeffer aus der Mühle abschmecken. Etwa 3-4 EL Mehl zugeben und gut einrühren, mit Sahne begießen (nach Augenmaß, bis eine gute dickflüssige Konsistenz entstanden ist, etwa 75-100 ml) und aufkochen lassen. Ein Minütchen unter Rühren kochen und dann abkühlen lassen.

Die gekochten Endivien längst halbieren, unschöne Ecken/Spitzen entfernen. Vom Inneren einige Blätter bzw. den Strunk entfernen (um Raum für die Füllung zu schaffen). Die nun daraus resultierenden Endivien-Schiffchen auf Küchenpapier zu Ende abtropfen lassen (zueinander gehörende Endivien-Hälften zusammen hinlegen damit später die Zusammensetzung der Hälften gut klappt).


Die trockenen Endivienhälften mit Hilfe eines Teelöffels mit der kalten Champignon-Shrimp-Masse füllen und je zwei dieser gefüllten Schiffchen zu ganzen Endivien zusammensetzen.


Die Endivien gleichmäßig von allen Seiten panieren (erst in Mehl wenden, dann in Ei tauchen und zu guter Letzt in Semmelbrösel drücken). Sie werden anschließend in heißem Fett frittiert bis sie gleichmäßig goldbraun und knusprig sind.

Für die Sauce erneut Knoblauch und Frühlingszwiebel hacken und dünsten, restliche Champignons und Shrimps sowie 2 EL Weißwein hinzufügen und anbraten. Optional kann an dieser Stelle auch ein wenig von dem Endivienkochwasser hinzugegeben werden (1-2 EL davon). Den Pfanneninhalt mit Sahne aufgießen und kurz aufkochen lassen. Kurz vor dem Servieren mit Pfeffer abschmecken.


Zum Servieren: Etwas Sauce auf den Teller geben, die Endivien darauf legen und mit noch ein wenig Sauce dekorieren.

Sehr lecker!


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24.02.2009

Gemüse-Tofu-Pfanne



Habe ich schon mal erwähnt, dass wir viel Gemüse essen? Und Pilze erst recht! Da wird jetzt der ein oder andere den Kopf schütteln und sagen, das sei ja gar nicht so gesund, zu oft Pilze zu essen... Das stimmt tatsächlich (Pilze haben diese wunderbare Fähigkeit, Dinge wie Schwermetalle, Schadstoffe & Radioaktivität aus den Böden aufzunehmen, aus denen sie schießen), allerdings nur bei Wildpilzen. Die Champignons, Austernpilze, Shiitakes, Kräuterseitlinge, etc. aus dem Supermarkt sind mittlerweile eh doch alle Zuchtpilze (deshalb kann man ja auch mittlerweile das ganze Jahr über Pilze kaufen) und daher unbedenklich.

Ähm, ja. Pilz-Exkurs beendet. Was ich Euch eigentlich erzählen wollte ist eben, wie gern wir doch Gemüse essen. Ich weiß, Ihr draußen, die Ihr mich kennt, werdet jetzt vielleicht die Augenbrauen hoch ziehen und Euch verwundert fragen, ob ich, Metzger-Enkelin wie ich doch bin (und "Fleisch-ist-mein-Gemüse"-Schreierin und "das-alles-bitte-ohne-Salat"-Bestellerin und so weiter), tatsächlich auch mal etwas anderes als blutiges fast rohes Fleisch zu mir nehme. Ja doch. Logo!

Meine Lieblinge: Lauch, Mangold, Borretsch, Spinat, Paprika, Kartoffeln.

Und ich stelle fest: Manches ändert sich nie... Denn selbst als Kind war ich auf coolste Weise uncool und habe Grünzeugs geliebt.

Gestern musste mal wieder eine volle Ladung Gemüse dran glauben, und zwar „so-pseudo-asiatisch-halt“...

Zutaten (für 2 - basiert auf einem Rezept aus einem Trennkost-Buch von Ursula Summ):
  • 2 kleine Zucchini (insgesamt ca. 250 g)
  • ca. 150 - 200 g Champignons
  • je 1 rote & 1 gelbe Paprika (insgesamt ca. 350 g)
  • 1-2 Handvoll Cashew-Kerne
  • 2 kl. Knoblauchzehen
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • etwa 200-250 g Tofu
  • etwa 300 ml Gemüsebrühe
  • 1 Spritzer Sojasauce
  • Pfeffer aus der Mühle
  • ein wenig Chili aus der Mühle (Chili-Flocken)
  • Olivenöl

Wie es gemacht wird:

Wir waschen die Zucchini und schneiden sie in feinen Scheiben, die Paprikaschoten werden gewaschen, entkernt und gewürfelt. Die Champignons (andere Pilze gehen auch: Shiitake, Austernpilze, etc.) werden geputzt und in Streifen geschnitten; Knoblauch und Frühlingszwiebeln klein gehackt. Den Tofublock schneiden wir in Würfel.

In einer großen Pfanne werden Knoblauch und Frühlingszwiebel glasig gedünstet, dann werden das Gemüse, die Champis und 1-2 Handvoll Cashewkerne hinzugefügt und kurz mitgebraten. Nach 2-3 Minuten geben wir den Tofu in die Pfanne und gießen die Brühe an. Wir würzen datt Janze mit einem guten Spritzer Sojasauce und lassen es bei mittlerer Hitze etwa 15 Minuten garen.

Kurz vor Schluss wird das Gemüse noch mit Pfeffer aus der Mühle und gemahlenen Chiliflocken nach Gusto abgeschmeckt. Ein letztes Mal alles gut durchrühren und voilá, fertig ist die Kiste.

Und wer jetzt noch rumheult, dass Kochen „vooooll vieeeel Arbeit macht“, der bekommt gleich von mir was auf die Mütze.


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17.02.2009

Pisto à la Nata...

Nachdem ich in den letzten Wochen einer Menge Heißhunger-Launen hinterher gekocht habe (jaja, Trauerarbeit à la Nata), wird es allmählich wieder mal Zeit für allabendliche bodenständige Einfachheit.

Mein innerlicher Schrei nach "simple-food" könnte aber auch nur die vorübergehende Nachwehe zum "V wie Vernasch´mich!"-Menü sein, das ich uns am Samstag exklusiv gebastelt habe (es gab selbst-gebackene Baguettes, hausgemachte Tomatenmarmelade, eine famose Pilz-Cremesuppe und traumhaftes rosa-gebratenes Rinderfilet in einem Orangensaft-Honig-Pfeffer-Bad... mmm, verwöhne ich den Herrn des Hauses eigentlich zu sehr??).

Wie dem auch sei: Der Essensplan für diese Woche sieht Einfaches vor, viel Gemüse, viel Fisch, Reste verwerten, kein Gedöns. Versprochen. Großes Indianerehrenwort...

Und so gab es am Montagabend, neben Schnee & nem angeknacksten Knöchel, ein Pisto à la Nata. Pisto ist eine spanische mehr-oder-weniger-Variante von der französischen Ratatouille: Quasi ein Gemüseeintopf bei dem alles zum Einsatz kommen kann, was man so in der Küche liegen hat... So ein Pisto ist preiswert ohne Ende, lecker ohne Ende und einfach ohne Ende - comfort food at its best!

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Zutaten (ergibt 4 gut gefüllte Teller):

  • 1 kleine Aubergine
  • 1 Zucchini
  • ca. 150 g Pilze (Champignons oder andere Pilzsorten)
  • 1 Stange Lauch
  • 1/2 Glas Weißwein
  • 3-4 mittelgroße Kartoffeln
  • 1/4 Glas passierte Tomaten
  • Pfeffer
  • Paprikapulver (edelsüß)
  • optional: ca. 1 TL geriebene Orangenschale (oder Zitronenschale)
  • Kräuter nach Gusto (Majoran, Rosmarin, Thymian, Petersilie, Oregano...)
  • Olivenöl
  • 1´5 EL Butter
  • 2 Frühlingszwiebeln oder 1 kleine Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • etwas Wasser oder Gemüsebrühe (ca. 150-200 ml)
Wie es gemacht wird:

Wir schälen die Kartoffeln und schneiden sie in kleine Würfel. Das restliche Gemüse (Lauch, Aubergine, Zucchini und Pilze) wird gewaschen und ebenso gewürfelt, Zwiebel und Knoblauch klein gehackt.

In einer großen Pfanne erhitzen wir die Butter mit ein wenig Olivenöl und dünsten dort Knoblauch, Zwiebel und Lauch ein paar Minuten lang, ohne das sie Farbe annehmen (wenn nötig, gelegentlich umrühren). Wir fügen das Gemüse und den Weißwein hinzu und lassen es ein paar Minuten vor sich hin köcheln, bis der Wein größtenteils verdampft ist. Dann gießen wir die heiße Brühe dazu und bestreuen das Gemüse mit Kräutern - ich habe gestern etwas Majoran benutzt sowie Rosmarin (ganz wenig, da er sehr geschmacksintensiv ist und sonst alles andere übertüncht) und Thymian.


Anschließend geben wir die passierten Tomaten in die Pfanne und würzen mit Paprikapulver. Mal ein Trick: Wenn man dieses Gericht auch mit geriebener Zitronen-Schale würzt schmeckt es sehr schön frisch. Ich persönlich mag es auch ganz gerne, wenn statt der Zitrone Orangenabrieb in die Pfanne kommt. Da ist der Hui!-Effekt beim Essen garantiert.

Wir kochen das Gemüse bis alle Zutaten gar (aber noch schön bissfest) sind, dies dürfte in ca. 15-20 Minuten der Fall sein, je nachdem wie viel Power euer Herd so hat...

Und dann wird mit Pfeffer aus der Mühle ein letztes Mal abgeschmeckt, serviert und gegessen.

Man kann für dieses Gericht auch wunderbar Paprikaschoten oder Tomaten benutzen, fügt man gebratenes Hühnchen- oder Putenfleisch hinzu ist dieses Abendessen auch nicht mehr zu toppen... Ansonsten passen dazu auch Spiegeleier oder Rührei.

Und wie so ziemlich alles, was ein wenig „Eintopf-Charakter“ hat, schmeckt dieses Pisto am nächsten Tag noch besser. Einfach aufwärmen, Baguette und Gabel in die Hände nehmen und... Attacke!


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02.02.2009

Gepimpte Kartoffelsuppe

Ich mag Wintersonntage. Ach, was sage ich... ich liebe Wintersonntage! Sie sind perfekt wenn man, wie ich, Gammeln und Cocooning für lebenswichtige Tätigkeiten hält. My home is my castle und meine Sonntage heilig - oder so... Bei so einem schmuddeligen Wetter wie der gestrige umso mehr: Lange (!) Ausschlafen, die grundsätzlichen Regeln der Körperhygiene außer Acht lassen (Zähne putzen & Haare kämmen ist nur etwas für Weicheier), die Türklingel ausschalten und alle Körperfunktionen auf den Couching-Modus einstellen. Jupp!

Ernährungstechnisch gelten bei uns an Sonntagen deshalb zwei Faustregeln: Es wird ungefähr solange gefrühstückt bis es draußen wieder dunkel wird. Und das Abendessen (also der Teil der kommt, wenn der Frühstückstisch endlich aufgeräumt ist) muss unkompliziert und halbwegs schnell zu kochen sein.

Für so einen Wintersonntag ist diese Kartoffelsuppe von Béa, der Macherin von „La Tartine Gourmande“, wie gemacht. Manchmal sind die einfachsten Dinge auch einfach die Besten. Und hausgemachte Kartoffelsuppen und –pürees sind für mich ganz vorn mit dabei. Ich bin immer wieder aufs Neue erstaunt, wie fantastisch so eine frisch gekochte Kartoffelsuppe schmeckt.

In dieser Variante gibt die tolle Knolle eine cremige Suppe her, die mit Lachs und gebratenen Kartoffelwürfeln aufgepimpt wird. Von vorn bis hinten eine „WOW!“-Suppe.

Winter bleib' draußen, hier wird jetzt gekuschelt...

Zutaten (für 4) – basierend auf das Originalrezept von „La Tartine Gourmande“:

  • ca. 750 g Kartoffeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Frühlingszwiebel
  • Wasser
  • 1 EL Butter
  • Olivenöl
  • 2 Lauchstangen
  • Majoranblättchen
  • eine Prise Rosmarin
  • eine Prise Thymian
  • 3-4 rote Pfefferkörner
  • weißer Pfeffer
  • Salz
  • frische Petersilie
  • 4 Scheiben geräucherter Lachs
  • 1 Becher Créme fraîche

Ein paar Anmerkungen dazu:
1. In ihrem Rezept benutzt Béa etwa 550 g Kartoffeln und 150 g Pastinaken... Ich habe die Suppe bereits zwei Mal zubereitet in den letzten Wochen, der Supermarkt meines Vertrauens hatte beide Male aber keine Pastinaken im Sortiment. Deshalb hat meine Version keine – beim dritten Versuch werde ich wohl zum Biosupermarkt müssen, um dem Originalgeschmack auf die Spur zu kommen. Ich bin sehr sehr gespannt auf die Pastinaken-Variante, obwohl ich sagen muss dass die Suppe auch „ohne“ wahnsinnig lecker wird. Alternativ überlege ich, nächstes Mal einfach Wurzelpetersilie zu nehmen: beide Wurzelarten sehen zum Verwechseln ähnlich aus, allerdings sollen Pastinaken etwas süßlicher sein als Wurzelpetersilie... Ach, was soll's: Dann gibt es diese Suppe bald einfach in 3 Variationen: mit und ohne Pastinaken und mit Wurzelpetersilie. Könnt Ihr jetzt nicht behaupten, ich wäre nicht wahnsinnig engagiert...

2. Ich habe außerdem von meinen Lauchstangen jeweils ca. 2-3 Finger vom grünen Teil mit dazu genommen (daher die viel grünere Farbnuance bei mir).

3. In Ermangelung von Lorbeer habe ich die Suppe mit je einer Prise Rosmarin und Thymian gewürzt und ein paar rote Pfefferkörner dazu gegeben. Die im Originalrezept verlangte Schalotte wurde von mir durch Frühlingszwiebel erzetzt.

Wie es gemacht wird:

Erst schneiden wir: Lachs, Kartoffeln und Lauch würfeln, Knoblauch und Frühlingszwiebel klein hacken. Für die sautierten Kartoffeln füllen wir eine kleine Schüssel mit rohen Kartoffelwürfeln und legen sie beiseite.

In einem Topf erhitzen wir die Butter mit ein wenig Olivenöl, geben erst den Knoblauch und die Zwiebel dazu und gleich hinterher unsere Lauchwürfel: Alles ca. 5 Minuten farblos anschwitzen, gelegentlich rühren. Nach dieser Zeit geben wir die Kartoffeln und die Kräuter hinzu. Wir bedecken den Topfinhalt mit Wasser und würzen mit Salz und Pfeffer.

Wir lassen alles köcheln (auf kleiner oder halber Flamme) bis das Gemüse weich gegart ist (ca. 20 Minütchen), nehmen es dann von der Kochstelle und pürieren alles gut durch mit dem Stabmixer.

Während die Suppe kocht, braten wir die vorhin abgelegten Kartoffelwürfel in wenig Öl vor sich hin, bis sie gar sind und goldbraune Farbe angenommen haben. Gegen Ende geben wir den Lachs dazu und sautieren alles zusammen zu Ende.

Zum Servieren legen wir einen großzügig gefüllten Esslöffel Crème fraîche auf den Tellerboden und gießen die heiße Suppe darüber. Wir garnieren mit Lachs- und Kartoffelwürfeln und bestreuen mit frisch gehackter Petersilie.

Mmmm, mon dieu, c'est délicieux!


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