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03.11.2009

Einfache Kürbissuppe


Alle tun es gerade. Oh, ja. Überall. Wohin man auch schaut, Kürbisse, Kürbisse und nochmal Kürbisse. Und ja, wir tun es auch – obwohl ich früher den Kürbis „nur“ in engelsgleicher Marmeladengestalt geduldet habe (ist eine lange, unfassbar leckere Spanien-bezogene Geschichte, dazu noch im Laufe der Woche mehr, versprochen..).

Und weil ich ja nun mal wirklich so gar nicht originell bin: Den Kürbis (ein Patisson-Kürbis, eine Sorte die ich bisher nicht probiert hatte) gibt es bei mir heute erstmal wieder als Suppe.

Noch schlimmer: Ich werdet jetzt alle vielleicht vor Langeweile tot umfallen, aaaaaaber... jepp, ich habe „schon widda“ die eine Suppe daraus gekocht, die ich sonst auch immer mit wechselndem Hauptgemüse koche...

Zu meiner Verteidigung muss ich allerdings sagen: Schmeckt ja auch aber jedes mal so dermaßen gut... was soll ich machen?! Never change a winning team...

Zutaten (es wurden daraus zwei sehr große sehr volle Teller):
  • ein Patisson-Kürbis (ca. 600-650 g Kürbisfleisch)
  • 3 kleine Kartoffeln (etwa 200 g insgesamt)
  • die Hälfte einer kleinen Zucchini (Kühlschrankrest, musste weg!)
  • leichte Gemüsebrühe
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • Olivenöl
  • Majoran (trocken, gerebelt)
  • Chiliflocken (trocken, aus der Mühle)
  • Champignons (Menge nach Gusto - geht auch mit anderen Pilzen, mit edleren Sorten umso besser)
  • Salz
  • Pfeffer
  • Crème Fraîche
  • optional: gehackte Petersilie oder Schnittlauch; hausgemachte Brot-Käse-Croutons

Wie es gemacht wird:

Das Prinzip hinter dieser cremigen Kürbissuppe ist also dasselbe, das in diesem werten Hause zum Beispiel auch bei Zucchini, Mangold oder Kartoffeln&Lauch erfolgreich umgesetzt wird. Variiert werden hier höchstens nur die Hauptzutat und das Topping...

Den Kürbis schälen und würfeln (nur das feste Fruchtfleisch, nicht den faserigen mittleren Teil mit den Kernen), genauso auch mit Zucchini und Kartoffeln verfahren.

Frühlingszwiebeln und Knoblauch klein hacken und im Topf mit Olivenöl anschwitzen. Das zuvor gewürfelte Gemüse dazu geben und alles mit Gemüsebrühe bedecken. Mit Majoran und Chili (ohne Scheu!) würzen und sobald alles kocht, die Flamme reduzieren. So köcheln lassen bis alle Zutaten gar sind (ca. 20 Minuten).

Einige Champignons in Scheiben schneiden und in einer Pfanne mit wenig Olivenöl kurz scharf anbraten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und reservieren.

Die fertig gegarte Suppe mit dem Stabmixer (ja, ich benutze dafür den Mixer, soviel Banausentum erlaube ich mir - mir persönlich gefällt das (Konsistenz)Ergebnis so besser als mitm Stampfer oder mit der ollen Passierlotte... Geschmackssache, ich weiß) fein pürieren. Gegebenenfalls mit Salz/Chili nachwürzen.

Zum Servieren, wie sonst auch: Klecks Crème Fraîche auf den Teller, diesen randvoll mit Kürbissuppe befüllen, gebratene Champignons kunstvoll darauf verteilen. Möglicherweise sind wir auch in der richtigen Laune, das Werk optisch noch aufzuwerten, indem wir Petersilie oder Schnittlauch auf die Suppe bestreuen. Vielleicht waren wir sogar zuvor konzentriert genug, beim Kochen an die geplanten Brot-Parmesan-Croutons zu denken, mit denen wir diese Kürbissuppe ursprünglich servieren wollten (vielleicht aber auch nicht, ich weiß wovon ich sprech)...

So oder so, mit viel Chichi obendruff oder minimalistisch schön: Sofort essen. Viel Brot darin tunken. Sich darüber freuen, diese Suppe gekocht zu haben. Und gut ist.

Uns hat es zumindest sehr gut geschmeckt – das war ein sehr schönes Spiel zwischen der dezenten Note vom Kürbis und der Chili-Schärfe.

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09.07.2009

Sommer aufm Balkon



Die Sommerzeit ist zauberhaft, nicht wahr? Im Grunde genommen sind alle vier Jahreszeiten magisch, klar... aber der Sommer als „Idee“, als quasi Gedanke, der toppt doch alles. Der Sommer ist für mich die Jahreszeit der Kindheit. Diese, die sich für immer in mein Gedächtnis eingraviert hat mit all ihren Gerüchen und Abenteuern.

Bei Sommer denke ich ans Schwimmen, an Pfirsichen und Kirschen und Honigmelonen. Ich denke an Sonnencreme mit Kokosnussgeruch und an Eidechsen und an Salz auf der Haut. Ich denke daran, wie ich als Kind die Tage im Freibad und die Abende auf unserer Terrasse verbracht habe, ich denke an die Erdbeermarmelade meiner Mutter und ans Brombeeren-Sammeln, an Familienpicknicks in den Bergen, Dreck an den Klamotten, aufgeschürfte Schienbeine und das vollkommene Glücksgefühl dass man bei totaler Schwimmbad-Erschöpfung empfindet.

Diesen Zauber der Kindheitssommertage vermisse ich in diesem Jahr irgendwie ganz besonders. Vielleicht hat es mit dem Tod meines Vaters zu tun. Oder vielleicht werde ich nur langsam alt genug um mich nach der Idylle der Vergangenheit zu sehnen. Wer weiß...

Auf jeden Fall habe ich mir vorgenommen, aus diesem Sommer soweit wie möglich einen Zaubersommer zu machen – ganz egal, was das Wetter für Kapriolen macht, wie frustrierend oder ermüdend der Alltag, wie weit Berlin von meinem Meer doch ist...

Und weil frau ja irgendwo anfangen muss, bei der Jagd nach dem ultimativen Zaubersommer, habe ich schon mal das Dinieren auf den Balkon (unser Paradies auf zweieinhalb Quadratmetern) verlegt. Ich habe die Biermenge in unserer Wocheneinkaufsliste einfach mal vervierfacht (kein Alkohol ist auch keine Lösung) und koche nur noch fantastisch-sommerliche Dinge: Salate, Garnelencrêpes, Fischterrinen und Gemüsetartelettes...

Das Schöne an letzteren ist ja: Sie schmecken kalt noch besser als warm (und lassen sich somit wunderbar im Voraus vorbereiten), sind recht schnell gemacht und eine grandiose Methode, Gemüsereste aufzubrauchen. In der Variante auf dem Bild waren die Törtchen mit Aubergine, Zucchini, Champignons und getrockneten Tomaten gefüllt. Genauso gut schmecken sie aber mit irgendeinem anderen beliebigen Gemüse, mit Anchovis, mit Walnüssen/Pinienkernen, etc...

Mit einem kühlen Bier (oder mit leckerem Weißwein wie dem hier oder dem hier, diesem hier oder diesem anderen hier – Olé, mein Lokalpatriotismus, hahaha...) und einem Salat dazu: Voilá, fertig ist das perfekte Balkonessen.

Zutaten:
  • 200 g Mehl (Type 405)
  • 100 g Weizenvollkornmehl
  • 125 ml Sonnenblumenöl
  • 125 ml lauwarmes Wasser
  • 1 TL Backpulver
  • etwa 1 kl. Aubergine
  • ca. ½ Zucchini
  • eine Handvoll Champignons
  • eine Handvoll getrocknete Tomaten (oder 4-5 Cherry-Tomaten)
  • ein paar Blätter Basilikum
  • etwas Grana Padano, frisch gerieben
  • 1 Packung Mozzarella (125 g)
  • 200 ml Sahne
  • 1 Ei
  • 2-3 EL Frischkäse
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer


Wie es gemacht wird:

Dieses Teig-Rezept benutze ich neuerdings ziemlich oft: Es lässt sich schnell zubereiten, verträgt sich gut mit der Tiefkühle und schmeckt toll. Ursprünglich stammt es aus dem Mälzerschen „Kochbuch“, aus dem ich öfters mal nachkoche – nur dass ich das „normale“ Mehl, je nach Tageslaune zu 1/3 oder gar zur Hälfte durch Vollkornmehl ersetze.

So geben wir also für den Teig das Öl und das lauwarme Wasser in eine Schüssel, fügen Mehl (Type 405 und Vollkornweizenmehl kombiniert) und Backpulver hinzu und kneten alles zu einem geschmeidigen Teig (ich benutze die Küchenmaschine, geht sicherlich aber auch super-easy per Hand). Mit einem Tuch bedeckt packen wir den Teig beiseite und lassen ihn 30 Minuten lang ruhen.

In dieser Zeit putzen und schneiden wir das Gemüse. Ich benutze dabei sowohl die Aubergine als auch die Zucchini ungeschält, das ist allerdings, wie so vieles – ich weiß – Geschmackssache. Champignons, Aubergine und Zucchini werden klein gewürfelt. Die Tomaten werden, wenn sie frisch sind, in dünne Scheiben geschnitten - sind es getrocknete, schneide ich sie in Streifchen genauso wie auch die Basilikumblätter...

In einer Pfanne mit wenig heißem Olivenöl braten wir das Gemüse (mit Ausnahme der Tomaten) bei mittlerer Hitze ein paar Minuten lang (es soll noch knackig sein). Wir nehmen es dann heraus und reservieren.

In einem Stabmixerbehälter mischen wir nun die Mozzarella (klein zerstückelt) mit der Sahne, dem Ei und ein wenig Frischkäse und pürieren mit dem Stabmixer. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Auf einer bemehlten Fläche rollen wir den Teig dünn aus und schneiden mit einem Teigrädchen Kreise in ausreichender Größe um unsere Tartelette-Förmchen damit auszulegen: Ich benutze für die individuellen Törtchen Ramekins mit 13 cm. Durchmesser oder eben Tarteletteförmchen (mit herausnehmbarem Boden) mit 9 cm. Durchmesser. Mit den hier angegebenen Mengen mache ich je vier Törtchen à 13 cm. und vier à 9 cm., es dürfte auch vollkommen ausreichen für eine große Tarte mit ca. 28-30 cm. Durchmesser...







Die Förmchen mit Butter auspinseln und mit den Teigplatten auslegen, je nach Bedarf mit Teigstreifen ca. 2 Finger hohe Seitenwände für die Förmchen bilden (Randübergänge gut andrücken).

Das Gemüse mit der Käse-Ei-Sahne-Mischung vermischen und die Teigformen damit füllen. Mit Tomatenscheiben oder -streifen und Basilikum dekorieren und mit geriebenem Grana Padano bestreuen.

Im vorgeheizten Backofen (200 Grad) ca. 15-20 Minuten backen, bis der Teig und die Füllung schön golden aussehen.

Entweder lauwarm oder kalt genießen. Ich persönlich finde, dass diese herzhaften Tartelettes kalt am Besten schmecken.

Eventuell vorhandene Teigreste kann man roh gut 1-2 Tage im Kühlschrank aufbewahren (länger habe ich es noch nicht versucht) oder eben einfrieren bis zur nächsten Nutzung.

Noch mehr Sommer gefällig? Dann hört Euch den Sommer mal an...



und schaut ihn Euch mal genauer an: 100 Gründe um den Sommer zu lieben! (entdeckt bei kireei.com)




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20.05.2009

Vollkornspaghetti mit Spinat-Lachs-Sauce


Impro-Abendessen der Extraklasse (gut, wenn man davon absieht dass ich Fisch & Spinat bereits morgens zum entspannten Auftauen von der Tiefkühle in den Kühlschrank „umgezogen“ habe, was ja zugegebenermaßen nicht ganz so „impro“-mäßig klingt).

Mit einem Baguette zum Tunken (manchmal denke ich, Tunken sei meine Berufung) und ein Gläschen Weißwein dazu, war das am Montagabend wieder mal ein Traum.

Andere Variationen, die ich sehr oft so oder ähnlich koche: Statt Lachs-Spinat, Lachs mit getrockneten Tomaten (geht auch z.B. wunderbar als „ménage à trois“ mit Rucola zusammen). Oder getrocknete Tomaten und Garnelen. Oder Garnelen und Lauch. Alles mit Sahne oder ohne Sahne und mit Frischkäse. Mit Vollkornspaghetti oder mit normalen Tortiglioni. Oder mit Bandnudeln. Oder. Oder.

Und das alles in 15-20 Minuten ohne Hektik und für knapp 2 Euro pro Portion (die im Übrigen wie immer großzügig war, denn „wenig-essen-kann-ich-ja-nicht“): Also wer da noch meint, kochen sei aufwendig und teuer, der gehört echt eingekerkert.


Zutaten (für 2):

  • 250 g Vollkornspaghetti
  • 125 g TK-Wildlachsfilet (oder frisch, um Himmels Willen)
  • 225 g TK-Blattspinat (siehe oben, gilt genauso)
  • ½ Glas Weißwein
  • 1 EL Butter
  • 2 kl. Knoblauchzehen, klein gehackt
  • ein Spritzer Olivenöl
  • ein Spritzer Zitronensaft
  • eine Prise Meersalz
  • etwas Pfeffer aus der Mühle
  • 2-3 Blätter Basilikum, klein geschnitten
  • ca. 100 ml. Sahne
  • ca. 200 ml Fond (hergestellt mit einem Löffelchen Krustentierpaste das in heißem Wasser eingerührt wurde; alternativ geht es sicher auch mit Fisch- oder Gemüsefond und einem EL Tomatenmark dazu)
  • Saft einer halben Orange
  • Salz

Wie es gemacht wird:

Bis das Salzwasser für die Nudeln kocht, schneiden wir den aufgetauten Fisch in Würfelchen. Wir legen diese in eine kleine Schüssel, und beträufeln sie mit Olivenöl und Zitronensaft und geben 2-3 Basilikumblätter (in Streifen geschnitten) dazu, schmecken mit Meersalz und Pfeffer ab, rühren alles gut durch und reservieren.

Die Nudeln ins kochende Wasser geben und kochen lassen bis sie noch ziemlich al dente sind (etwa 2 Minütchen weniger als in der Packung angegeben).

Währenddessen: Wir hacken 2 kleine Knoblauchzehen klein und dünsten sie in einer großen Pfanne mit einem EL Butter. Wenn der Knoblauch glasig ist, den Fisch zufügen und kurz anbraten. Dann den Weißwein darüber gießen und wieder aufkochen lassen. Nach ein paar Minuten den aufgetauten Spinat in die Pfanne hauen und den Orangensaft hinterher jagen und alles zusammen noch mal aufkochen lassen. Den Fond hinzufügen und weiter vor sich hin blubbern lassen. Zu guter Letzt die Sauce mit der Sahne ergänzen und reduzieren lassen, bis sie schön sämig ist.

Wenn die Nudeln fertig sind, gießen wir sie ab und rühren sie in die Sauce und lassen alles zusammen noch 1 Minute vor sich hin köcheln.

Wer will kann jetzt noch ein letztes Mal mit Salz & Pfeffer und ein Spritzer Zitrone abschmecken und/oder mit noch mehr Basilikumblättchen garnieren.

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15.05.2009

Mediterrane Hähnchenröllchen


Diese mediterran-angehauchten Hähnchenbruströllchen gab es letzte Woche zwischendurch zum Abendessen und die waren, für meine Verhältnisse, recht improvisiert. Freestyle-Cooking sozusagen. Denn ich hatte nur eine vage Vorstellung davon, wie sie werden sollten (ich habe mal vor ein paar Jahren etwas ähnliches gekocht bekommen - Benjoe, warst das nicht Du eigentlich, der das mal bei uns gekocht hat?!?), aber mehr wusste ich auch wieder nicht...

Wie das halt so ist, vor Jahren mal habe ich das so oder ähnlich irgendwo gegessen, und dann sitze ich da und schreibe unseren Wochenessensplan und plötzlich will ich unbedingt „panierte Hähnchenbrustrouladen mit Schinken und Basilikum und Tomatensauce und mit Käse überbacken“ zum Abendessen.

Voilá. Gedacht, in den Plan aufgenommen und noch in der Woche umgesetzt.

Das Ergebnis: Viel viel viel leckerer als ich sie erwartet hatte, sehr frisch und sommerlich leicht irgendwie. Und super-schnell und super-easy gemacht... und preiswert und hübsch und überhaupt! Hach, herrlich!


Zutaten (für 2 Personen):

  • 300 g Hähnchenbrustfilet
  • 1 Dose Pizzatomate
  • 2 Scheiben Serranoschinken
  • ca. 6 Blätter Basilikum
  • Salbei, gemahlen
  • Pfeffer
  • Olivenöl
  • 1 Ei, gequirlt und mit einem Schuss Milch angereichert
  • Mehl
  • 2 Knoblauchzehen, gehackt
  • 1 Schuss Wasser
  • Salz
  • Majoran (trocken, gerebelt)
  • Petersilie, gehackt
  • eine Prise Zucker
  • etwas Schlagsahne
  • 1 Kugel Mozzarella (125 g)
  • Öl zum Braten

Wie es gemacht wird:

Das Hähnchen filetieren bis man 4 feine Fleischstückchen hat. Diese mit einem Fleischhammer schön flach klopfen. Danach jedes Fleischstück mit einem Pinsel von beiden Seiten mit Olivenöl bestreichen und mit Pfeffer und mit gemahlenem Salbei würzen. Auf jedes Filetstück wird eine halbe Schinkenscheibe gelegt, auf den Schinken kommt jeweils ein großes Blatt Basilikum. So bestückt wird das Fleisch dann gerollt.

Die vier Hähnchenröllchen in Mehl wenden und reservieren.

In einer Kasserolle werden zwei klein gehackte Knoblauchzehen in Olivenöl gedünstet bis sie glasig sind. Dann wird der Topf mit dem Inhalt einer Pizzatomaten-Dose aufgefüllt. Erst wird ein Minischuss Wasser hinzugefügt, dann wird gewürzt (mit Petersilie, 1-2 Blätter Basilikum, etwas Majoran sowie mit Salz und Pfeffer und mit einer Prise Zucker). Nach dem Aufkochen, die Flamme reduzieren und ca. 10 Minuten langsam vor sich hin blubbern lassen.

Währenddessen den Backofen vorheizen.

Die Mozzarellakugel in feine Scheiben schneiden, reservieren.

Die „bemehlten“ Fleischröllchen durch gequirltes Ei (angereichert mit ein bissl Milch) ziehen und in einer Pfanne mit heißem Öl braten bis sie eine schöne Farbe angenommen haben.

Die Tomatensauce von der Kochstelle nehmen und mit einem Stabmixer kurz pürieren und mit einem Schuss Sahne nach gusto abrunden.


Fleisch herausnehmen auf Küchenpapier das Fett abtropfen lassen. Die passierte Sauce in eine Auflaufform umfüllen, Hähnchenröllchen darauf legen und mit den Mozzarellascheiben bedecken. In den Backofen schieben (bis der Käse geschmolzen ist).

Sofort servieren. Sofort verzehren.

Ach, ja, und erst wenn beide Teller leer sind merken, dass man vergessen hat, Bilder der fertig servierten Portionen zu machen.... Wir sind ungeduldige und verfressene Biester, ey...


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25.03.2009

Mangold-Cremesuppe


Nach dem kleinen Weltuntergang vom gestrigen Vormittag (war das Hagel? Schnee? Schneeregen?) schrie mein Körper irgendwie nach Suppe (gut und nach einer Kloschüssel, das ist aber eine andere Geschichte). Ich bin schon immer so 'ne Suppenverrückte gewesen. Schließlich liebe ich ja dieses Gefühl von „warm im Magen“ (ganz egal ob es dann doch draußen 30 Grad sind) und Süppchen sind der Inbegriff von eben dieser magischen Magenwärme. Außerdem macht meine Mutter UNBESTRITTEN die beste Consommé der Weltgeschichte. Ich wurde also schon als Kind arg angefixt.

Auf dem Essensplan für die Woche standen noch ein Grünspargelrisotto und eine Mangoldcremesuppe. Ja, da ist doch klar, was gestern auf den Teller kam, oder?

Eine fantabulose belebende, sättigende, leckere, cremig-heiße Suppe. Mit Mangold (George Clooney, George Clooney!!) und Kartoffeln, mit Crème Fraîche und Schinkenwürfeln.

Ein Suppen-Big-Bang: Zack-a-bum! Wie L E C K E R!

Zutaten (ergab ca. 5 Teller):

  • eine Handvoll Kartoffeln
  • etwa eine halbe Mangoldstaude (die war recht groß)
  • 1 Tasse Hühnerbrühe (in diesem Fall Reste einer hausgemachten Hühner-Gemüse-Brühe)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1-2 Frühlingszwiebeln
  • Wasser
  • etwas Rosmarin (gemahlen)
  • eine Prise Thymian
  • Olivenöl
  • ein Schuss Sahne
  • Schinken (gewürfelt)
  • 1 Becher Crème Fraîche
  • evt. etwas Salz

Wie es gemacht wird:

Oops, ich habe gestern beim Improvisieren vergessen, mir die benutzten Mengen zu notieren/merken. Also macht's nach Gefühl halt.

Wir schälen die Kartoffeln und würfeln sie. Das Mangoldgemüse (sowohl Strunke als auch Grünblätter) putzen und grob in Stücken/Streifen scheiden.

Knoblauch und Frühlingszwiebel klein hacken und im Topf mit Olivenöl andünsten ohne dass sie Farbe annehmen. Wir fügen die Kartoffeln und das Gemüse hinzu und rühren um. Brühe angießen und mit Wasser auffüllen bis der Topfinhalt etwa bedeckt ist. Mit Rosmarin und Thymian würzen (etwas Pfeffer schadet sicher auch nicht) und aufkochen. Wenn es kocht, reduzieren wir die Flamme (auf halb) und lassen alles vor sich hin köcheln (nach ca. 15-20 Minuten sollte alles gabelzart sein).

Wir nehmen den Topf von der Kochstelle, geben einen Schuss Sahne hinzu und pürieren datt Janze mit dem Stabmixer bis eine feine Creme entsteht. Wir checken noch ob die Suppe vielleicht Salz braucht (je nach dem wie viel Substanz die Brühe hatte ist Salz überflüssig) und legen den Topf kurz zugedeckt beiseite.

In der Zeit schwenken wir unsere Schinkenwürfeln mit ein paar Tropfen Olivenöl in einer Pfanne.

Zum Servieren geben wir 1-2 großzügige Esslöffel Crème Fraîche auf jeden Teller, gießen die Suppe darüber und bestreuen sie zum Schluss mit den Schinkenwürfeln. Die Krönung: Den fertig angerichteten Suppenteller mit etwas Olivenöl (soll gut sein und roh) beträufeln.

Sofort servieren, sofort aufessen. Und dabei natürlich viel (viel, viel, viel!) Brot in die Suppe tunken – ungehobelt ist nicht der, der tunkt, sondern wer solch doofe Regeln aufstellt. Hallooooo?! Es ist eine Suppe. Suppen brauchen Getunke. Basta.

Habe ich Euch schon gesagt wie fenomenal diese Suppe geschmeckt hat? Joah.


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17.03.2009

Bauernfest (und ja, ich labere viel wirres Zeug, geschmeckt hat es aber!)

Mini und durchsichtig und einfach wunderhübsch: ich mag Essen im Glas! Ob es daran liegt, dass ich als kleine Nordspanierin (pintxos, pintxos, pintxos) einfach genetisch bedingt Miniatur-Küche lieben muss? Mag sein, ich weiß es nicht. Ich mag solche Glaskreationen einfach - vielleicht auch weil sie in ihrer ganzen Winzigkeit eine fantastisch grenzenlose Spielwiese sind.

Warum ich Euch das erzähle? Weil ich gestern „fürs Glas“ gekocht habe. Ursprünglich wollte ich mit diesem Gericht an dem Koch-Blog-Event „food & glas“ teilnehmen, das von Chaosqueen ausgerufen worden war.

Dann war aber in den letzten Tagen keine Zeit dafür und ich war womöglich nervlich auch nicht in der besten aller Lagen um allzu viel mit mir und der Welt sonst anzufangen. Wie blöd ist das denn bitte, wenn man das Gefühl nicht los wird, es sollte einem langsam wieder besser gehen, dabei geht es einem stattdessen aber immer schlechter?! Ich möchte jetzt bitteschön aus dem grauen Schleier meiner Selbst ausbrechen und die Starre besiegen und irgendwie wieder mittendrin und mitdabei sein im Leben statt nur daneben zu sitzen und zurückzuschauen auf irgendwelche Szenen, und Worte und Fragen, nicht wissend was ich jetzt damit anfangen soll weil, hey, eh zu spät, eh vorbei, und überhaupt. Wie me-lo-dra-ma-tisch, nicht? Ich könnt mich glatt selbst in den Arm nehmen.

Wie dem auch sei. Ich habe fürs Glas gekocht, und dann in letzter Sekunde dann doch auf dem Teller angerichtet. Verstehe mich einer, ey...

Okay, Montagabend also, und ich habe etwas gekocht, was vielleicht ein wenig mit Rumgepose zu tun hat, mit Spielerei eben... aber habt Ihr nicht auch manchmal Bock auf? Na also...



Kommt Ihr spielen?

Kochen mit dem Kopf - ich liebe diesen Prozess ja. Sich so Zeugs auszudenken, um dann zu testen ob die erdachten Geschmackskombinationen tatsächlich überhaupt schmecken oder ob man jetzt glatt das gar-nicht-mal-so-billige Rinderfilet besser in die Tonne hauen soll. Spannend!

Ich wollte also „irgendwas“ kochen, was man in einem Glas hätte servieren können. Dabei stand bei mir erstmal nur ein Kopfbild im Raum: Rosa gebratene, dahin blutende, Fleischspänne und Bohnenpüree. Mehr wusste ich nicht. Also saß ich neulich sonntags im Auto und wartete auf einen fleißig arbeitenden Herrn K., Notizbuch in der Hand, und habe am Rest gebastelt.

Das Ergebnis nenne ich „Bauernfest“ (ja, sorry, ich hab auch mal einen großkotzigen Tag). Es besteht aus einem schwarzen roten Püree (schwarze rote Bohnen, Zwiebel und Birne) und einem weißen Püree (Wurzelpetersilie, Kartoffeln und Ingwer) zu zartrosa gebratenen Scheibchen vom Rinderfilet (in einem Sud von Orangensaft und Pfeffer). Ah! Und ein bissl was Krosses sollte auch dabei sein.

Ich weiß: Klingt... UFERLOS.

Die Verschwörungstheoretiker unter Euch werden es lieben: In meinem Glas hätten 23 Zutaten (in Worten: DREIUNDZWANZIG) drin sein sollen. Das ist kein Gericht, das ist ein ganzes Menü. Nur eben im Mini-Format.

Ob es schmeckt? Ob es sich gut ausm Glas essen lässt? Ob ich das hübsch in Schichten angerichtet bekomme? Ob der Herr K. mich nach so einer Nummer einweisen lässt? Ich musste es probieren oder ich wäre geplatzt.

Zutaten:

schwarzes rotes Püree

  • 1 Handvoll schwarze Bohnen
  • 1 Birne (geschält)
  • Wasser
  • 1 kl. Zwiebel
  • Olivenöl
  • Salz

weißes Püree

  • 200 g Wurzelpetersilie
  • 250 g Kartoffeln
  • optional: Ingwer
  • 250 ml Geflügelbrühe
  • 150 ml Sahne
  • ein paar Flöckchen Butter
  • Muskat
  • Salz

Fleisch

  • 250 g Rinderfilet
  • bunte zerstoßene Pfefferkörner
  • Saft einer halben Orange
  • Salz
  • 1 TL Honig
  • Kräuter (Majoran, Thymian, Rosmarin)
  • optional: Speckwürfelchen und Brotwürfelchen (um daraus Speck-Croutons zu machen)

Wie es gemacht wird:

Am Vortag geben wir die Bohnen in eine Schüssel mit Wasser und lassen sie über Nacht einweichen. Am nächsten Tag werden die Bohnen, zusammen mit Birnenspalten und einer grob zerstückelten kleinen Zwiebel in Wasser (Verhältnis Bohnen-Wasser ist 1-2) mit einem Schuss Olivenöl gekocht bis sie durch sind (Kochdauer liegt irgendwo zwischen 1'5 und 2 Stunden). Wir nehmen jedenfalls nicht das Wasser in dem die Bohnen zum einweichen lagen, sondern frisches. Achtung: Gesalzen werden die Bohnen erst ganz am Schluss! Sonst kochen die nicht richtig. Wenn die Bohnen fertig sind, werden sie mit dem Stabmixer zu (einem relativ trockenen bzw. festen) Püree verarbeitet. Wir legen das dann beiseite.

Für das Rezept des Wurzelpetersilienpürees habe ich mir beim GU-Buch „Vorspeisen & Fingerfood„ (Teil der Brigitte-Kochbuch-Edition) Inspiration geholt, wo auf Seite 43 so ein Püree zu Jakobsmuscheln serviert wird. Ich habe dem Brigitte-Rezept lediglich die Kartoffeln hinzugefügt. Ursprünglich wollte ich zu dem weißen Püree auch ein wenig geriebenen Ingwer geben, um eine kontrastreichere Note zu den süßen Bohnen zu erzeugen – das habe ich dann allerdings in der Hitze des Gefechts vergessen. Vermisst haben wir diese Ingwer-Note dann gar nicht, die Wurzeln sind schon würzig genug.

Jedenfalls: Die Wurzelpetersilie und die Kartoffeln werden geschält und gewürfelt. In einem Topf bringen wir die Brühe und die Sahne zum kochen und fügen die Wurzelpetersilie und die Kartoffeln hinzu. Es wird ca. 15 Minuten lang gekocht. Anschließend wird alles püriert und mit gebräunter Butter gemischt und mit Salz & Muskat gewürzt. Dieses Püree wird ebenso beiseite gelegt.

Das Rinderfilet wird in Zylinder geschnitten aus denen wir später kleine Scheiben schneiden können. In einem aus Backpapier gebastelten Umschlag/Päckchen legen wir die Fleischzylinder, bepinselt mit einer Mischung aus Orangensaft, ein TL Akazienhonig und frisch zerstoßenen Pfefferkörner, zusammen mit ein paar Butterflocken und ein paar Prisen Kräuter (nach gusto: Majoran, Rosmarin, Thymian oder so). Päckchen zumachen (zu Not mit Hilfe von Zahnstochern) und ab in den Ofen bei ca. 180-200 Grad mitsamt Bratenthermometer. Bei uns zeigte das Fleisch nach ca. 15 Minuten die gewünschte Innentemperatur von ca. 63 Grad an.

Was ich sonst noch vorhatte, dann doch aber nicht mehr tat: Während das Fleisch im Ofen weilte, wollte ich in einer Pfanne ein bisschen Brotkrümme zusammen mit Speckwürfeln braten, bis alles schön kross ist. Gut, diese krossen Brot-Speck-Croutons muss ich nächstes Mal unbedingt dazu machen. Ich liebe Croutons ja!

Zum Anrichten, so war zumindest der Plan: 1-3 EL Bohnenpüree ins Glas geben, mit einigen „Speck-Croutons“ zudecken. Auf diese käme eine Schicht Wurzelpetersilienpüree. Erneut mit Croutons zudecken. Darauf 2-3 Scheibchen Rinderfilet legen und mit der Bratensauce vorsichtig dekorieren. Das Bauernfest-Glas sollte dann zusammen mit einer kleinen Dessert-Gabel serviert werden.


Wie de facto angerichtet wurde: Auf dem Teller, mit Hilfe von zwei unterschiedlich großen Servier-Ringen. Aber vom Prinzip her so, wie ich es mit dem Glas auch gemacht hätte. In Schichten. Sah sehr hübsch aus (obwohl ich an der Festigkeit des weißen Pürees noch ein wenig arbeiten muss, war fast zu flüssig).

Das Ergebnis: Huiuiui und boah ey! Gefällt. Sehr. Passt. Ist jenommen. Kennt Ihr diesen Film („Liebe hat zwei Gesichter“ heißt er in Deutschland) mit Barbra Streisand und Jeff Bridges? Wo sie immer die Gabel voll lädt mit allen möglichen Sachen um den perfekten Biss zu kreieren? Gut, so ein perfekt-perfekter-Biss war das nicht (es fehlten die Croutons, hihi). Aber lecker war es. Alter Schwede!

Das weiße Püree war definitiv die Entdeckung des Abends. Wirklich sehr gut. Bei dem Bohnenpüree (das ich ja aus meiner Kindheit kenne, allerdings ohne Birne) bin ich nicht sicher, ob ich die richtige Menge Birne dazu gegeben habe. Es war sehr lecker, die süßliche Note fiel aber eher zu dezent aus, fast unmerklich. Ein bisschen mehr hätte, glaube ich, nicht geschadet. Das Fleisch war natürlich ein Traum. Das wusste ich aber ja schon im Vorfeld, denn die Orangensaft-Honig-Pfeffer-Idee hatte ich mir ja schon neulich am Verliebtentag zurecht geschustert und schon da waren wir vom Ergebnis begeistert gewesen.

Also doch. Kann man machen.

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28.02.2009

Endivien (Chicorée) gefüllt mit Champignons & Shrimps


Resteverwertung galore! Ein paar Endivien, die bereits Friss-mich!-Alarm schlugen, einige Champignons - die machen eh bei jeder Sause mit - , eine Handvoll Shrimps... Zack, zack, zack! Und fertig war das Mittagsessen von Klein-Nata...

Ausserdem, oh wie passend, kann ich die Gelegenheit nutzen, um mein erstes Rezept bei einem deutschen Kochblog-Event einreichen, nämlich beim „Garten-Koch-Event“ vom gaertnerblog.de...

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Ja, genau! Thema: Champignons. Na also!

Nachdem ich jetzt seit letztem Sommer mit der spanischen Version meiner Küchenabenteuer hier und da an solchen Events teilnehme, war das jetzt hier mal eh längst überfällig...

Übrigens: Dafür, dass dieses Gericht so aus der Not geboren war hat es fantastisch geschmeckt. Kommt sofort in die Rezepteschublade. Aber hallo...!

Zutaten (für 4):

  • 12 Endivien (Chicorée)
  • ca. 150 g Shrimps, klein geschnitten
  • ca. 150 - 200 g Champignons, klein geschnitten
  • ca. 4 EL Mehl
  • 150-175 ml Sahne
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • Olivenöl oder Butter
  • 4 EL Weißwein
  • zum Panieren: 1 gequirltes Ei (angereichert mit ein bissl Salz & Pfeffer & 'n wenig Milch), Semmelbrösel, Mehl
  • Fett/Öl zum Frittieren
  • Kräutersalz
  • Pfeffer

Wie es gemacht wird:

Die Enden der Endivien abschneiden und die äußeren Blätter entfernen. Die Endivien in Wasser mit Salz und ein Schuss Olivenöl ca. 10 Minuten lang bei kleiner Flamme kochen. Von der Kochstelle nehmen und auf einem Teller abkühlen lassen.


Während die Endivien kochen, die „Füllung“ zubereiten: Je eine Frühlingszwiebel und eine Zehe Knoblauch klein hacken und mit wenig Öl oder Butter in einer Pfanne andünsten. Etwa die Hälfte der Champignons und Shrimps sowie 2 EL Weißwein hinzufügen und alles kurz zusammen anbraten. Mit Kräutersalz und Pfeffer aus der Mühle abschmecken. Etwa 3-4 EL Mehl zugeben und gut einrühren, mit Sahne begießen (nach Augenmaß, bis eine gute dickflüssige Konsistenz entstanden ist, etwa 75-100 ml) und aufkochen lassen. Ein Minütchen unter Rühren kochen und dann abkühlen lassen.

Die gekochten Endivien längst halbieren, unschöne Ecken/Spitzen entfernen. Vom Inneren einige Blätter bzw. den Strunk entfernen (um Raum für die Füllung zu schaffen). Die nun daraus resultierenden Endivien-Schiffchen auf Küchenpapier zu Ende abtropfen lassen (zueinander gehörende Endivien-Hälften zusammen hinlegen damit später die Zusammensetzung der Hälften gut klappt).


Die trockenen Endivienhälften mit Hilfe eines Teelöffels mit der kalten Champignon-Shrimp-Masse füllen und je zwei dieser gefüllten Schiffchen zu ganzen Endivien zusammensetzen.


Die Endivien gleichmäßig von allen Seiten panieren (erst in Mehl wenden, dann in Ei tauchen und zu guter Letzt in Semmelbrösel drücken). Sie werden anschließend in heißem Fett frittiert bis sie gleichmäßig goldbraun und knusprig sind.

Für die Sauce erneut Knoblauch und Frühlingszwiebel hacken und dünsten, restliche Champignons und Shrimps sowie 2 EL Weißwein hinzufügen und anbraten. Optional kann an dieser Stelle auch ein wenig von dem Endivienkochwasser hinzugegeben werden (1-2 EL davon). Den Pfanneninhalt mit Sahne aufgießen und kurz aufkochen lassen. Kurz vor dem Servieren mit Pfeffer abschmecken.


Zum Servieren: Etwas Sauce auf den Teller geben, die Endivien darauf legen und mit noch ein wenig Sauce dekorieren.

Sehr lecker!


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26.02.2009

Tomaten-Marmelade

Ein Fleck auf Weiß - so schön...
Meine "Selbermach"-Ambitionen kennen keine Grenzen. Noch gibt es ein paar Dinge, die bald Premiere in diesem Hause feiern müssen (selbstgemachte Pasta zum Beispiel), aber so nach und nach streiche ich Sachen aus meiner Ausprobier-Liste: Unser Brot kann ich mittlerweile machen, unsere Spekulatiuskekse werden wir wohl nie wieder aus dem Supermarkt holen müssen, unser Falafel ist hausgemacht, unsere Geburtstagsdesserts backen wir zuhause, unsere Tomatenmarmelade koche ich selber...

Wie, Tomatenmarmelade? Ja! Tomatenmarmelade! Kennt Ihr nicht? Solltet Ihr aber... Meine erste Begegnung mit Tomatenmarmelade fand in "El Embrujo" statt: Das ist das Lieblingsrestaurant meiner Wenigkeit in Pamplona (für alle, die es nicht wissen: meine Heimatstadt). Eines Tages werde ich Euch mehr über "El Embrujo" erzählen, heute sei nur an dieser Stelle gesagt dass sie ein "Pilz-Risotto mit Foie und Idiazábal-Aroma" auf der Karte haben, das so PERFEKT ist und mich so sehr vom Hocker haut, dass ich es dort jedes mal bestelle, immer-immer-immer. Am liebsten würde ich in deren Küche einziehen, damit dieses Risotto immer in meiner Nähe ist...

Nun gut, dort wird jedenfalls auch als Appetizer ein "Käse-Säckchen mit Tomatenmarmelade" serviert, dass mir die Augen für eben diese Marmelade geöffnet hat. Das Rezept habe ich dann von meinem Bruder kopiert (der hat's bestimmt auch irgendwo her, fragt mich nicht). Schmeckt toll und macht, wie alles "Selbstgemachte" ein tolles Geschenk für liebe Menschen her. Und es lassen sich tolle Dinge mit Tomatenmarmelade anstellen.


Dreifach toll also. Wie ein Kinder-Ei aber viel cooler...

Zutaten:
  • 250 g Cherry-Tomätchen
  • 240 g Zucker
  • 1/4 Liter Wasser
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Pfeffer aus der Mühle

Wie es gemacht wird:

Wir vierteln die Tomaten, entfernen dabei sorgfältig die Stielansätze.

In einem Topf vermischen wir das Wasser mit dem Zucker, geben die Tomaten dazu und bringen alles zum Kochen. Wir köcheln das Gemisch unter gelegentlichem Rühren bei mittlerer Hitze etwa 10-15 Minuten lang. Zu diesem Zeitpunkt haben sich in der Regel alle Häute von den Tomaten gelöst. Nun ist es an der Zeit sie also zu entfernen: Wir nehmen den Topf runter von der Kochstelle, stellen eine große Schüssel und ein großes Sieb (ein Seiher) bereit. Wir streichen alles vorsichtig durch das Sieb in die saubere Schüssel, dabei werden die Kerne und Häute unserer Tomaten im Sieb bleiben. Wir achten darauf, das Fruchtfleisch mit einem Löffel gut zu den Seiher zu pressen, bis in dem Sieb wirklich nichts anderes als Haut und Kerne zu finden sind.

Den gesiebten Schüsselinhalt geben wir erneut in den Topf und kochen ihn bei mittlerer/kleiner Flamme noch mindestens 50 Minuten lang, entfernen dabei den aufsteigenden Schaum ab und zu mit einer Schöpfkelle. Gelegentlich rühren.

Wie der aufmerksame Leser vielleicht merkt: ich benutze stinknormalen Zucker und kein Gelierzucker-Einmachzucker-whatsoever. Die Konsistenz der Marmelade bekommt man auch so wunderbar hin, alles eine Frage der Übung: Die Marmelade wird viel dickflüssiger wenn sie abkühlt (man kann probeweise ein Löffelchen Marmelade außerhalb des Topfes abkühlen lassen), das sollte man einfach bedenken und dann einfach nach Bauchgefühl agieren. Meine Marmelade war beim ersten Versuch seeehr dickflüssig (war nicht schlimm, ein bisschen weniger hätts aber auch getan), beim zweiten Mal war sie minimal zu dünn/flüssig. Und jetzt habe ich es mittlerweile einfach raus mit der Konsistenz.

Wer es nicht zu süß mag, der kann ruhig die Zuckermenge reduzieren. Ich persönlich bin ja kein Süßmaul (Ihr wisst schon: bei der Wahl „Schoki oder Salami“ nehm ich vermutlich immer die Salami), aber die krasse Hirn-weg-pustende Süße dieser Marmelade gefällt mir sehr sehr gut. Erst recht, wenn man sie dann mit Herzhaftem kombiniert (Serrano-Schinken, Parmesanspänne, Leberpastete, und und und).

Wenn Ihr also denkt, die kochende Marmelade ist dann soweit, nehmt ihr sie runter von der Kochstelle und füllt sie in ein Einmachglas. Deckel zu. Geschlossenes Glas auf einem Küchentuch auf den Kopf stellen. Fertig. Nachdem es abgekühlt ist kann man das Glas wieder umdrehen und die Marmelade verstauen (hält sich eine gute Weile haltbar). Wer es mag kann die gefüllten Marmeladengläser sonst auch einkochen. Dann halt sich das Zeug wirklich eeewiiiig.

Lecker-Toast mit Tomaten-Parmesan-Ehe

Und nu? Was macht man denn mit der ach so leckeren Tomatenmarmelade? Hmm, alles Mögliche! Aufs Brot schmieren und rein beißen ist ein ziemlich guter Anfang. Man kann sie zu Fleisch servieren und natürlich zu Käse (frittierte Käsepäckchen aus Wantan-Blättern mit würziger Käsefüllung; panierte Mini-Mozzarellakugeln und und und...), man kann sie zu Fisch essen (ich habe sie Mal mit Krabben-Wantans serviert, das Rezept gebe ich Euch irgendwann mal) und ich bin ziemlich sicher, dass es eine Menge Kuchen-Variationen gibt, zu denen es super passen würde (Karottenkuchen z.B.?, oder Walnuss-Brot?)...

Probiert's einfach mal!

Tomateneinsatzbereite Marmelade
mit Mozzarella...... mit Krabben-Wantan-Päckchen



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15.01.2009

Schweinefilet mit Mantel und Pilzragout


Man könnte sicherlich darüber diskutieren wie dekadent und pervers es doch ist, so etwas an einem simplen Montagabend aufzutischen. Aber mal ganz ehrlich: Es ist Schweinefilet, nicht Kobe-Rind. Und dieses Gericht zu kochen ist nicht mal annähernd so aufwändig wie man denkt. Und gerade montags hat man sich etwas Schönes verdient. Und überhaupt: Ich koche viel zu gern um mich zu rechtfertigen.

Ursprünglich wollte ich am Montag einen Kaninchenrücken mit Pilzragout zum Abendessen zaubern - aber als wir Samstag im Supermarkt vor die Wahl standen, TK-Kaninchen oder frisches Schweinefilet... nun ja, da haben wir doch das Frischfleisch bevorzugt...

Im Grunde genommen, lässt sich das Gericht genauso gut auch mit Roastbeef oder Wild oder Geflügel kochen (bei dem gefiederten Getier würde ich allerdings den Brotmantel weg lassen und das Fleisch im Topf schmoren, ordentlich mit Wein oder Bier zugedeckt).

Bisher hatte ich immer Roastbeef auf diese Weise zubereitet, das Schweinefilet ist aber auch wunderbar gelungen. Es hat einfach suuuper geschmeckt und die Pilzbegleitung war der Hammer (obwohl die Sauce nicht ganz so sämig wurde wie geplant).

Ich schäme mich allerdings schon ein wenig: Ich muss gestehen, dass ich beim Kochen fest mit Resten gerechnet hatte, die ein tolles kleines Büromittagessen für uns beide hergeben würden. Nope. Hier werden einfach keine Gefangene gemacht. Viel zu lecker um nicht sofort aufgegessen zu werden. Oh je, wir sollten wieder anfangen ins Fitness-Studio zu gehen. Schleunigst. Ich erinnere mich dunkel daran, früher einmal eine Taille gehabt zu haben. "Weniger kochen" - die Methode, die klappt in diesem werten Haushalt einfach nicht!

Zutaten (für 4 oder für ähm... zwei):

  • 1 Schweinefilet (ca. 500 g) am Stück
  • etwa 400 g Champignons (weiß und braun) oder gemischte Pilze (Kräuterseitlinge, Austernpilze, Pfifferlinge, Shiitake, Champignons)
  • 2 EL Petersilie & Basilikum (gehackt)
  • 1 TL Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 kl. Schalotte oder 1-2 Frühlingszwiebeln
  • 50 ml Weißwein
  • 200 ml Sahne
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • etwa 50 g Grana Padano oder Parmesan (frisch gerieben)
  • 4 Scheiben Bauernschinken
  • Salz & Pfeffer
  • Pizzateig: 225 g Mehl, ein halbes Päckchen (Trocken)Hefe (entspricht ca. 10-12 g Frischhefe oder 1/4 Hefewürfel), 2-3 EL Olivenöl, 1 TL Salz, 175 ml Wasser (lauwarm), eine Prise Zucker

Wie es gemacht wird:

Circa anderthalb Stunden bevor wir mit dem eigentlichen Kochen beginnen wollen, müssen wir unseren Pizzateig vorbereiten: Mehl in eine Schüssel sieben und mit dem Salz vermischen. In einer separaten kleinen Schüssel rühren wir ein wenig von dem Wasser mit einer Prise Zucker und der Trockenhefe gut zusammen. Wir machen eine kleine Mulde im Mehl und geben 2 Esslöffel Olivenöl hinzu sowie die Wasser-Hefe-Mischung. Wir rühren gut, geben nach und nach das restliche Wasser dazu, bis ein homogener Teig entsteht (eventuell müssen wir ein wenig mehr Mehl nehmen oder etwas mehr Olivenöl, je nach Konsistenz), der ruhig noch ein bisschen klebrig sein muss.

Wir formen aus dem Teig eine Kugel und lassen sie in der Schüssel und mit einem feuchten Tuch gedeckt (oder mit einem (Küchen)Ölspray besprüht) an einem warmen Ort ca. 1 bis anderthalb Stunden gehen. Der Teig sollte in dieser Zeit sein Volumen etwa verdoppeln.

Nun ist es dann auch Zeit mit dem eigentlichen Kochen zu beginnen; wir gehen vor wie folgt: Schweinefilet in 2 gleichgroßen Stücken schneiden. Eine Knoblauchzehe klein hacken und mit ca. 1 EL der gehackten Kräuter und einem TL Olivenöl vermischen, mit weißem Pfeffer abschmecken. Filetstücke gut mit dieser Marinade bestreichen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Schinkenscheiben längst in ca. 2-Finger-breite Streifen schneiden und das Filet damit belegen.

Währenddessen heizen wir den Ofen vor (auf etwa 180 º C).




Etwas Mehl auf der Arbeitsfläche verteilen und den Pizzateig mit dem Nudelholz ausrollen: Wir benötigen ein relativ dünnes Teigrechteck, das groß genug ist, um damit unsere Filets komplett zu zu decken.


Der fertige Teigmantel wird nun auf das Fleisch gelegt... und ab in den Ofen damit... nicht ohne erst unser Bratenthermometer irgendwo gut sichtbar durch den Teig ins Fleisch gestochen zu haben!



Wenn das Thermometer eine Kerntemperatur von ca. 84-85 Grad zeigt dann ist das Fleisch beim Schwein fertig: durch aber noch zart rosern. Die dafür notwendige Zeit hängt extremst von Eurem Backofen ab. Mein Gasbackofen (aka "the killer") schafft diese Aufgabe je nach Tagesform in etwa 20 bis 30 Minuten. Und mittlerweile vertraue ich meinem Thermometer eh viel mehr als jeder Rezept-Zeitangabe: Das Ding ist wahrscheinlich die sinnvollste 10-Euro-Investition meines Lebens.


In der Zeit, die unsere Filetstücke im Ofen verbringen, wird ein Pilzragout gemacht.

Das Rezept hierfür ist mal wieder von Herrn Mälzer geklaut ("Kochbuch", Seite 55, Verlag: Mosaik bei Goldmann): Pilze grob schneiden und zusammen mit der fein gewürfelten Schalotte in etwas Butter oder Öl kräftig anbraten. Mit 50 ml Weißwein ablöschen und erneut warten bis es kocht. Dann mit 200 ml Sahne und 100 ml Brühe begießen und einige Minuten köcheln lassen. Anschließend wird der geriebene Käse hinzu gegeben (Parmesan oder Grana Padano) und mit Salz+Pfeffer abgeschmeckt. Es wird brav gerührt bis die Sauce sämig-cremig ist. Vor dem Servieren bestreuen wir die Pilze mit den restlichen Kräutern.
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Wir servieren das Fleisch mit dem Pilzragout und dem "Brot" zusammen (letzteres sollte schön kross und golden sein, im Inneren wunderbar weich vom Fleischsaft und ordentlich schinke-kräuterig halt... mmmmmmmm).

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Und jetzt: Geniessen!
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Am Ende konnten sich nicht einmal diese Anstandsreste retten...


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