12.06.2009

Drei Farben: Abendessen



Ja ja, bei aller Liebe für Popcorn-Kino... auch ich sehe mal Filme mit intellektuellem Touch, jaaaa... Ich habe sogar einmal ein ganzes Kurzessay über Zufall & Kausalität in Kieślowskis "Rot" verfasst, dafür habe ich mir den Film an einem Tag fünf Mal am Stück angeschaut. Ähm, ja, ich langweile mich selbst gerade auch zum Tode mit diesen Ausführungen - und ja, mir ist auch klar dass ich hier die ganze Zeit nur Selbstgespräche führe... hallt es im Internet-Nirvana eigentlich auch? E-chooo-e-ch-o-o-o-o... tja...

Worauf ich hinaus wollte, ursprünglich: Ich mag buntes Essen, Ihr doch auch, oder?

Unser Abendessen am Montag war bunt, dreifarbig sogar, und sehr lecker...


Zutaten (es aßen zwei haltlose Menschen davon):
  • 300 g Hähnchenbrust
  • 1 Dose Pizzatomaten
  • ein paar Frühlingszwiebeln oder eine halbe Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • ein Stückchen Ingwer, gerieben
  • 1 Naturjoghurt
  • Olivenöl oder Butter, je nach Vorliebe
  • Sahne
  • Kreuzkümmel, gemahlen
  • Koriander (Samen), gemahlen
  • Garam Masala (eine indische Gewürzmischung)
  • Koriandergrün oder Petersilie
  • Kurkuma, gemahlen
  • Basmatireis
  • Salz
  • Zucker
  • leichte Hühnerbrühe (um den Reis zu kochen)
  • ca. 100 g TK-Spinat
  • optional: Chiliflocken o.ä.
  • optional: Cayennepfeffer
  • andere Zutaten, die man nehmen könnte: Apfel (gerieben oder gewürfelt), gemahlene Mandeln, Kokosmilch, Erbsen (statt Spinat), Karotten, etc...

*.- Das Rezept habe ich leicht abgeändert nach dieser Version, aber es gibt zig Tausend andere „Tikka Masala“-Variationen da draußen...

Wie es gemacht wird:

1. Hähnchen marinieren – dafür mit Salz, Kreuzkümmel und gemahlenem Koriander bestreuen und mit Joghurt „bepinseln“. Mit Frischhaltefolie bedecken und für mind. 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.

2.Das marinierte Fleisch im Backofen von beiden Seiten grillen oder in einer Pfanne mit wenig Öl scharf anbraten bis es unwiderstehlich goldbraun aussieht. Herausnehmen & reservieren.

3.Den Reis kochen, wie immer (mit Hühnerbrühe), allerdings diesmal mit Zugabe von etwas Kurkuma (Bereicherung in puncto Aroma UND knallige Gelbtönung). Kurz vor Ende der Garzeit den aufgetauten Spinat hinzufügen.

4.Während der Reis kocht: Kleingehackte (Frühlings)Zwiebeln in Olivenöl anschwitzen, dann gehackten Knoblauch hinzufügen sowie frisch geriebenen Ingwer. Flamme reduzieren, mit Salz abschmecken und ein paar Löffelchen Garam Masala in die Pfanne hauen.

Notiz: Wer im Supermarkt kein Garam-Masala findet, der schaut bitte im Asialaden o.ä. - alternativ kann man auch irgendeine ähnliche indisch-angehauchte Gewürzmischung besorgen (auf die Zutaten achten – Achtung: bei dieser Variante ggfs. Salz beim Kochen weglassen falls die gekaufte Mischung schon mit Salz vermengt ist, was oft der Fall ist).

Wer auch nix ähnliches findet, der mischt sich bitte sein eigenes Garam-Masala-PdgL (=Potpourri der guten Laune). Nach den Angaben auf dem Rezept bei Pioneer Woman braucht man dafür: 1 EL Koriandersamen (gemahlen), 1 EL Kreuzkümmel (gemahlen), 1 EL Schwarzpfeffer (auch gem.), 1 EL Cayennepfeffer, 1 EL Fenchelsamen (gemahlen/zerstoßen/whatever), 1 EL Ingwer (gerieben), 1 EL Kardamom (ja, auch), 1 EL Muskatnuss, und 1 TL (!) Nelke (auch gemahlen)...

5.Pfanneninhalt gut vermischen und eine Dose Pizzatomaten darüber gießen. Erneut durch rühren, etwas Zucker hinzufügen und bei mittlerer Hitze ein paar Minuten vor sich hin köcheln lassen.

6.Nachdem die Sauce Zeit hatte, ein wenig zu verdicken, geben wir die Reste vom Joghurt mit Sahne vermischt (Menge gesamt ca. 1 Glas) in die Pfanne und rühren dies ein. Wahlweise mit Cayennepfeffer aufwerten, oder auch nicht.

7.Das Hähnchen (ja, erinnert sich noch wer an Punkt 1??) würfeln und zu der Sauce geben. Koriandergrün oder Petersilie hinterher. Umrühren.

8.Servieren: Erst die Reis-Spinat-Kombo, dann die Hähnchensauce oben druff.

Wahnsinnig lecker, das Ganze. Schön bunt, schön kontundent, schön würzig. Ah, und wie ich den Geruch all dieser Gewürze liebe!!!

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08.06.2009

Hausgemachte Nudeln zweierlei

Irgendwie fliegt mir 2009 mit Überschallgeschwindigkeit davon... Sechs ganze Monate sollen es bald sein und ich bin meinen Zielen für dieses Jahr, so scheint's mir zumindest, noch kein bisschen näher gerückt. Welche Ziele? Ja, nichts besonders, halt solche die man sich an langweiligen Sonntagnachmittagen so fürs eigene Leben ausdenkt: mit spaßiger Kreativ-Arbeit reich werden, irgendwie doch ohne Chirurgie das Aussehen von Cate Blanchett bekommen, mir eine überdimensionierte Küche mit Jugendstil-Villa drumherum in Lichterfelde-West unter die Nägel reißen (okay, Bauhaus aufm Fichtenberg täte es auch...) und wie auch immer irgendwoher ein paar hübsche und schlaue Kinder in mein Leben herbeizaubern, die bitteschön nicht meine Zwangsneurosen vererben sollten sondern die Augen-Nase-Partie und protestantische Nüchternheit des Herrn des Hauses.

Tja... aber... die Zeit, die ist zu knapp bemessen an diesen Tagen. Neulich haben wir unsere nagelneue Pastamaschine eingeweiht und da fiel mir auf, dass ich sie eigentlich bereits im Februar gekauft hatte. Und ich habe plötzlich gemerkt, dass der Sommer eh schon direkt vor der Tür steht. Ich finde das schreckend. Und schreckend und unverzeihlich finde ich auch, dass wir besagte Nudelmaschine tatsächlich vier Monate lang in die Speisekammer haben schmollen lassen... denn das Ding macht soooo Spaß! Ich bin begeistert und halte jetzt Pasta-Machen für mein neues Zen, so schön meditativ datt Janze, ey...

Zwei Rezepte haben wir probiert bisher und, bevor jetzt einer meckert, dass nicht jeder zuhause eine Pastamaschine stehen hat... ja, es geht auch ohne...



Tagliatelle à la einfach*

Zutaten (für 2-3 Personen):


  • 125 g Mehl
  • 125 g Hartweizengrieß
  • 2 ganze Eier
  • 1 Eigelb
  • Butter
  • Gemüsebrühe
  • frisches Basilikum o.ä.
  • frisch geriebener Grana Padano o.ä.
  • gehackte Pistazien
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Chiliflocken
  • Salz


*.- adaptiert nach einem Rezept das ich neulich beim Sonntagsbrunch aus dem im Hintergrund laufenden Fernseher aufgeschnappt habe... ich glaube es war eine Spiegel-TV-Reportage mit irgendwelchen berühmten Köchen, keine Ahnung...

Wie es gemacht wird:


Mehl und Grieß in eine Schüssel geben und gut vermischen. Eine Mulde in die Mehlmitte drücken und Eier sowie Eigelb in die Mulde geben. Mit einer Gabel werden nun die Eier geschlagen und mit dem Mehl vermengt. Mit den Händen durchkneten, bis ein gleichmäßiger elastischer Teig entsteht. Je nach Bedarf ein bisschen mehr Mehl oder etwas Wasser dazugeben – der „fertige“ Teig darf nicht an den Händen kleben. Teig aus der Schüssel holen, auf eine bemehlte Fläche legen und etwas ruhen lassen.





Aus dem Teig kleine Stücke schneiden und diese weiter verarbeiten: Entweder mit der Nudelmaschine durch die glatten Walzen jagen bis zur Stufe 6 oder 7 und dann durch die passenden Schneidwalzen durchlaufen lassen, oder eben stückchenweise mit einem Nudelholz den Teig sehr dünn ausrollen und mit einem Messer oder Teigrädchen in Streifen schneiden.



So oder so: Die fertig geschnittenen Tagliatelle auf ein Tischtuch (oder auf den bemehlten Tisch, wenn man das Tuch vergisst, ehem) legen und für mindestens 1 Stunde trocknen lassen. An einem kühlen und trockenen Ort kann man die hausgemachten Nudeln laut Maschinenbroschüre bis zu 2 Wochen aufbewahren...



Wenn die Nudeln trocken sind, Salzwasser aufsetzen. Währenddessen die Sauce zubereiten: Butter in der Pfanne zerlassen, mit Gemüsebrühe ablöschen. Nebenbei eine Handvoll Pistazien klein hacken, ein paar Basilikumsblätter waschen und in Streifen schneiden. Wenn das Wasser kocht, die Tagliatelle in den Topf geben – je nach Dicke der Nudeln sind sie in ca. 2-4 Minuten fertig. Danach abgießen und kurz in der Pfanne mit der Butterbrühe schwenken. Abschmecken (mit Pfeffer und Chiliflocken) und servieren und mit Pistazien, Basilikum und geriebenen Käse vollenden.

Simpel aber sehr lecker.


Das zweite Gericht, was aus der Maschine kam, waren hausgemachte Ravioli mit einer Tomaten-Mozzarella-Rucola-Füllung für die ich dieses Rezept hier als Grundlage benutzt habe und die ich, verrücktes Huhn, unseren hanseatischen Pfingstsonntagsgästen vorgesetzt habe ohne sie zuvor probeweise gekocht zu haben... Das Ergebnis: Sehr lecker, obwohl ich weiß dass die Ravioli eine Minute länger im Kochwasser gut vertragen hätten (und vielleicht ging die Füllung bei meiner improvisierten Pilzsauce ein wenig unter??).

Bilder der fertigen Ravioli gibt es leider keine – wenn Freunde zum Essen kommen, widmet sich klein-Nata ihren Gästen, nicht der Kamera. Wird aber sicher irgendwann noch wiederholt und bestimmt besser gemacht als beim ersten Mal – und dann berichte ich sicherlich nochmal davon. Fürs Erste gibt es nur Impressionen...




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21.05.2009

Saté-Hähnchen mit Gemüse & Reis


Saté ohne Spieß, dafür aber mit Paprika, Auberginen, Champignons und Lauch.

(Pseudo)Asia à la Nata: Das ultimative Abendessen zum Germany's Next Topmodel Finale. Dazu ein großes kaltes Beck's und “die beste Begleitung von Welt”. Was will man mehr?

Und mal ehrlich: Schmeckt in dieser hausgemachten Variante wesentlich besser und frischer als das meiste was man heute vom Bestellservice aufgetischt bekommt... und so weiß ich auch wenigstens was da alles drin ist...


Die Sauce habe ich aus dem Blog “Chili & Ciabatta”: Dort gab es irgendwann im Februar ein Rezept für Lammfrikadellen mit Saté-Sauce, das mich so derart angelächelt hatte dass ich es prompt nachgekocht habe (sehr sehr empfehlenswert da richtig lecker!). Und weil ich damals so zufrieden war mit der Sauce (ich liebe diese ganzen asiatischen Saucen mit Erdnüssen), hatte ich die Reste der angebrochenen Kokosmilchdose einfach mal eingefroren denn “das machen wir ja bestimmt bald mal wieder”...

Gut, aus “bald mal wieder” sind circa 2 Monate geworden. Es gibt einfach viel zu viele viel zu leckere Dinge da draußen und zu wenig Zeit um sie alle zu kochen, ein Leben reicht ja gar nicht aus um all diese Köstlichkeiten zu probieren. Menno.

Lieber spät als nie, gestern gab es, um Rolfe und „die Mädchen“ würdig zu verabschieden, diese Sauce wieder zu Hähnchen, Gemüse & Reis. Der Herr K. (fleißiger Küchenjunge meiner Träume) hat es verschlungen (was mich besonders freut, wenn man bedenkt dass er immer behauptet weder Erdnusssaucen noch Kokosmilch sonderlich gerne zu mögen...) und ich tat es ihm gleich und legte dann die Füße hoch, Bierchen in der Hand und in wohliger Zufriedenheit. Joah.



Zutaten (für zwei mit gesundem Appetit):

  • ca. 200-250 g Hähnchenbrustfilet

  • 1 rote Paprika

  • 1 Lauchstange

  • eine halbe Aubergine

  • 5-6 große Champignons (oder eben so viele kleine wie man mag)

  • ein Glas (ca. 100-125 g) Reis (Langkorn/Basmati/whatsoever)

  • ca. 4 Gläser Hühnerbrühe (etwa 2 für den Reis, anderthalb für die Sauce, ein halbes für das Gemüse)

  • ca. 100-120 ml. Sweet-Chili-Sauce

  • ca. 3-4 gehäufte EL Erdnussbutter

  • 2 EL Zitronensaft

  • ca. 5-6 EL Kokosmilch

  • eine Handvoll Koriandergrün (ersatzweise sonst einfach mal Petersilie nehmen)




Wie es gemacht wird:

Reis kochen: dafür einen Spritzer Olivenöl erhitzen, den Reis dazugeben und kurz darin wenden bis es glasig ist. Dann etwa die doppelte Menge Hühnerbrühe zufügen und bei mittlerer Hitze vor sich hin kochen lassen.

Das Fleisch in Streifen oder Würfel schneiden und in einer großen Pfanne in wenig heißem Öl braten bis es goldbraun ist. Aus der Pfanne holen und reservieren. In der selben Pfanne (notfalls ein bisschen mehr Öl nehmen) das ebenso klein geschnittene Gemüse anbraten, nach ein paar Minütchen ein wenig Flüssigkeit hinzu geben (ich nahm ein halbes Gläschen Hühnerbrühe). Hitze reduzieren damit nicht alles komplett verkocht.

Für die Sauce erhitzen wir alle Zutaten in einer Kasserolle und rühren dabei bis alles gut vermengt ist: Ich habe diesmal die Mengenangaben von Originalrezept (siehe Link oben) nur “pi mal daumen” benutzt da ich gestern etwas unter Zeitdruck war um alles großartig zu wiegen/messen. Aber in etwa dürfte die Zusammensetzung so ausgefallen sein: ca. 300 ml. Hühnerbrühe (etwas weniger), ca. 100-120 ml. Sweet-Chili-Sauce, mehr oder weniger 3-4 gehäufte EL Erdnussbutter und 2 EL Zitronensaft und Peterslie (gehackt) nach Gusto da ich gestern spontan kein Koriandergrün im Hause hatte. Ein paar Minuten köcheln lassen. Fertig. Am Ende habe ich wohl viel zu viel Sauce gemacht, daher sind meine Angaben mit Vorsicht zu genießen, weniger geht auch...

Das Fleisch kommt zum Schluss zum Gemüse dazu in die Pfanne, genauso wie etwas gehackte Petersilie.

Dann wird serviert: Auf dem Teller Reis mit der Gemüse-Fleisch-Kombi aufwerten, dann alles ordentlich mit Sauce bedecken.



Es war viel. Es war toll. Wir wollen mehr.

Ein anderes Mal erzähle ich Euch vielleicht was es am Mittwoch zum UEFA-Cup-Finale gab... Ich meinem grenzenlosen Hunger (und bei der ganzen Fussi-Nervosität) habe ich an dem Abend komplett versäumt, das Menü zu fotografieren. Ist vielleicht besser so, wenn ich nur daran denke, wie traurig ich doch nach dem Abpfiff wieder war... Puh... naja, „nur ein Titel“ zu gewinnen ist auch okay, meine Daumen trainieren jetzt einfach mal für den 30.Mai, so einfach ist das! Vielleicht koche ich an dem Abend etwas Grün-Weißes...

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20.05.2009

Vollkornspaghetti mit Spinat-Lachs-Sauce


Impro-Abendessen der Extraklasse (gut, wenn man davon absieht dass ich Fisch & Spinat bereits morgens zum entspannten Auftauen von der Tiefkühle in den Kühlschrank „umgezogen“ habe, was ja zugegebenermaßen nicht ganz so „impro“-mäßig klingt).

Mit einem Baguette zum Tunken (manchmal denke ich, Tunken sei meine Berufung) und ein Gläschen Weißwein dazu, war das am Montagabend wieder mal ein Traum.

Andere Variationen, die ich sehr oft so oder ähnlich koche: Statt Lachs-Spinat, Lachs mit getrockneten Tomaten (geht auch z.B. wunderbar als „ménage à trois“ mit Rucola zusammen). Oder getrocknete Tomaten und Garnelen. Oder Garnelen und Lauch. Alles mit Sahne oder ohne Sahne und mit Frischkäse. Mit Vollkornspaghetti oder mit normalen Tortiglioni. Oder mit Bandnudeln. Oder. Oder.

Und das alles in 15-20 Minuten ohne Hektik und für knapp 2 Euro pro Portion (die im Übrigen wie immer großzügig war, denn „wenig-essen-kann-ich-ja-nicht“): Also wer da noch meint, kochen sei aufwendig und teuer, der gehört echt eingekerkert.


Zutaten (für 2):

  • 250 g Vollkornspaghetti
  • 125 g TK-Wildlachsfilet (oder frisch, um Himmels Willen)
  • 225 g TK-Blattspinat (siehe oben, gilt genauso)
  • ½ Glas Weißwein
  • 1 EL Butter
  • 2 kl. Knoblauchzehen, klein gehackt
  • ein Spritzer Olivenöl
  • ein Spritzer Zitronensaft
  • eine Prise Meersalz
  • etwas Pfeffer aus der Mühle
  • 2-3 Blätter Basilikum, klein geschnitten
  • ca. 100 ml. Sahne
  • ca. 200 ml Fond (hergestellt mit einem Löffelchen Krustentierpaste das in heißem Wasser eingerührt wurde; alternativ geht es sicher auch mit Fisch- oder Gemüsefond und einem EL Tomatenmark dazu)
  • Saft einer halben Orange
  • Salz

Wie es gemacht wird:

Bis das Salzwasser für die Nudeln kocht, schneiden wir den aufgetauten Fisch in Würfelchen. Wir legen diese in eine kleine Schüssel, und beträufeln sie mit Olivenöl und Zitronensaft und geben 2-3 Basilikumblätter (in Streifen geschnitten) dazu, schmecken mit Meersalz und Pfeffer ab, rühren alles gut durch und reservieren.

Die Nudeln ins kochende Wasser geben und kochen lassen bis sie noch ziemlich al dente sind (etwa 2 Minütchen weniger als in der Packung angegeben).

Währenddessen: Wir hacken 2 kleine Knoblauchzehen klein und dünsten sie in einer großen Pfanne mit einem EL Butter. Wenn der Knoblauch glasig ist, den Fisch zufügen und kurz anbraten. Dann den Weißwein darüber gießen und wieder aufkochen lassen. Nach ein paar Minuten den aufgetauten Spinat in die Pfanne hauen und den Orangensaft hinterher jagen und alles zusammen noch mal aufkochen lassen. Den Fond hinzufügen und weiter vor sich hin blubbern lassen. Zu guter Letzt die Sauce mit der Sahne ergänzen und reduzieren lassen, bis sie schön sämig ist.

Wenn die Nudeln fertig sind, gießen wir sie ab und rühren sie in die Sauce und lassen alles zusammen noch 1 Minute vor sich hin köcheln.

Wer will kann jetzt noch ein letztes Mal mit Salz & Pfeffer und ein Spritzer Zitrone abschmecken und/oder mit noch mehr Basilikumblättchen garnieren.

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15.05.2009

Mediterrane Hähnchenröllchen


Diese mediterran-angehauchten Hähnchenbruströllchen gab es letzte Woche zwischendurch zum Abendessen und die waren, für meine Verhältnisse, recht improvisiert. Freestyle-Cooking sozusagen. Denn ich hatte nur eine vage Vorstellung davon, wie sie werden sollten (ich habe mal vor ein paar Jahren etwas ähnliches gekocht bekommen - Benjoe, warst das nicht Du eigentlich, der das mal bei uns gekocht hat?!?), aber mehr wusste ich auch wieder nicht...

Wie das halt so ist, vor Jahren mal habe ich das so oder ähnlich irgendwo gegessen, und dann sitze ich da und schreibe unseren Wochenessensplan und plötzlich will ich unbedingt „panierte Hähnchenbrustrouladen mit Schinken und Basilikum und Tomatensauce und mit Käse überbacken“ zum Abendessen.

Voilá. Gedacht, in den Plan aufgenommen und noch in der Woche umgesetzt.

Das Ergebnis: Viel viel viel leckerer als ich sie erwartet hatte, sehr frisch und sommerlich leicht irgendwie. Und super-schnell und super-easy gemacht... und preiswert und hübsch und überhaupt! Hach, herrlich!


Zutaten (für 2 Personen):

  • 300 g Hähnchenbrustfilet
  • 1 Dose Pizzatomate
  • 2 Scheiben Serranoschinken
  • ca. 6 Blätter Basilikum
  • Salbei, gemahlen
  • Pfeffer
  • Olivenöl
  • 1 Ei, gequirlt und mit einem Schuss Milch angereichert
  • Mehl
  • 2 Knoblauchzehen, gehackt
  • 1 Schuss Wasser
  • Salz
  • Majoran (trocken, gerebelt)
  • Petersilie, gehackt
  • eine Prise Zucker
  • etwas Schlagsahne
  • 1 Kugel Mozzarella (125 g)
  • Öl zum Braten

Wie es gemacht wird:

Das Hähnchen filetieren bis man 4 feine Fleischstückchen hat. Diese mit einem Fleischhammer schön flach klopfen. Danach jedes Fleischstück mit einem Pinsel von beiden Seiten mit Olivenöl bestreichen und mit Pfeffer und mit gemahlenem Salbei würzen. Auf jedes Filetstück wird eine halbe Schinkenscheibe gelegt, auf den Schinken kommt jeweils ein großes Blatt Basilikum. So bestückt wird das Fleisch dann gerollt.

Die vier Hähnchenröllchen in Mehl wenden und reservieren.

In einer Kasserolle werden zwei klein gehackte Knoblauchzehen in Olivenöl gedünstet bis sie glasig sind. Dann wird der Topf mit dem Inhalt einer Pizzatomaten-Dose aufgefüllt. Erst wird ein Minischuss Wasser hinzugefügt, dann wird gewürzt (mit Petersilie, 1-2 Blätter Basilikum, etwas Majoran sowie mit Salz und Pfeffer und mit einer Prise Zucker). Nach dem Aufkochen, die Flamme reduzieren und ca. 10 Minuten langsam vor sich hin blubbern lassen.

Währenddessen den Backofen vorheizen.

Die Mozzarellakugel in feine Scheiben schneiden, reservieren.

Die „bemehlten“ Fleischröllchen durch gequirltes Ei (angereichert mit ein bissl Milch) ziehen und in einer Pfanne mit heißem Öl braten bis sie eine schöne Farbe angenommen haben.

Die Tomatensauce von der Kochstelle nehmen und mit einem Stabmixer kurz pürieren und mit einem Schuss Sahne nach gusto abrunden.


Fleisch herausnehmen auf Küchenpapier das Fett abtropfen lassen. Die passierte Sauce in eine Auflaufform umfüllen, Hähnchenröllchen darauf legen und mit den Mozzarellascheiben bedecken. In den Backofen schieben (bis der Käse geschmolzen ist).

Sofort servieren. Sofort verzehren.

Ach, ja, und erst wenn beide Teller leer sind merken, dass man vergessen hat, Bilder der fertig servierten Portionen zu machen.... Wir sind ungeduldige und verfressene Biester, ey...


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06.05.2009

Frittierte Auberginenbällchen



Bereits vor einigen Wochen habe ich hier ein sehr sehr sehr leckeres Auberginenrezept aus dem spanischen Blog "Pan y Varios" nachgekocht (wenn auch in meiner Version nicht sonderlich fotogen), das wir sicherlich ab jetzt des öfteren essen werden. Denn ich bin ja ein großer Auberginenfan und freue mich immer über jede neue Anregung, wie ich sie zubereiten kann.

Als Adi in ihrem Blog neulich nachgelegt hat und diese krossen Auberginenbällchen
gezaubert hat, habe ich sie natürlich sofort probiert. Diese Frau ist nun meine offizielle Auberginenbeauftragte. Und sie hat den Titel wirklich verdient: Wieder einmal war das Endergebnis ein Traum!



Zutaten (für zwei, Mengen ergeben ca. 10 Bällchen):
  • 500 g Auberginen
  • 2 kleine Eier
  • 50 g. Parmesan o.ä. (fein gerieben)
  • ½ „cup“ + 1/8 „cup“ Paniermehl (in meinem Fall waren das circa 70-80 g Paniermehl, sehr nach Augenmaß gemessen)
  • Schale einer halben Zitrone, gerieben
  • etwas Koriandergrün oder Petersilie, gut klein gehackt
  • 1/4 „teaspoon“ Thymian (klein gehackt)
  • eine gute Prise Pfeffer aus der Mühle
  • 2 + ¼ „teaspoons“ Vollkornweizenmehl
  • ca. 50 g Gouda o.ä. (in ca. 10 Würfel geschnitten)
  • Olivenöl zum Frittieren (oder Fritteusenfett oder so was...)

Wie es gemacht wird:

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Auberginen waschen und ungeschält in ca. 1 cm. dicke Scheiben schneiden. Diese auf Küchenpapier auslegen und mit Salz bestreut ca. 30 Minuten ruhen lassen (das Salz entzieht den Auberginenscheiben Wasser und damit auch Bitterstoffe). Ich muss allerdings gestehen, dass ich meine Auberginen neulich „nur“ 15 Minuten habe ruhen lassen und geschmacklich war da kein Unterschied zu spüren zu den sonstigen Malen, wo ich sie länger hab ziehen lassen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit Olivenöl bepinseln und die erneut unter Wasser gewaschenen und gut abgetrockneten Auberginenscheiben darauf verteilen. Etwas Olivenöl auf die Scheiben geben (mit dem Kochpinsel) und in den Backofen schieben, bis sie zart und leicht golden aussehen (ca. 30-45 Minuten lang). Danach etwas auskühlen lassen und in kleine Stückchen schneiden.

In einer großen Schüssel werden nun ein geschlagenes Ei, der geriebene Parmesan, 1/8 cup Paniermehl, der Zitronenabrieb, Koriander, Pfeffer und Salz gut miteinander vermengt. Die Auberginenstücke dazu geben und erneut vermischen (dabei die Zutaten mit einer Gabel etwas zerdrücken), bis eine geschmeidige Masse entsteht.

Das restliche Paniermehl (½ cup) wird auf ein Teller gekippt. In einem separaten Teller werden das zweite Ei und das Mehl zusammen geschlagen. Mit der Auberginenmasse Bälle formen und im Bällchen-Inneren jeweils einen Würfel Käse „einschließen“. Es ist wichtig, dass der Käse gut und vollständig von der Auberginenmasse abgedeckt ist (andernfalls wird der geschmolzene Käse beim Frittieren auslaufen, was ja blöd wäre).

Die fertigen Bällchen werden erst in der Ei-Mehl-Mischung getunkt, später in Paniermehl gewendet bis sie alle fertig paniert sind.

In einer Pfanne eine ausreichende Menge Olivenöl erhitzen und die Bällchen circa 4-5 Minuten lang braten bis sie goldenbraun sind. Noch einfacher und gleichmäßiger gelingt die Bräune in der Fritteuse: Bällchen rein. Vier Minütchen warten. Bällchen wieder raus.

Die frittierten Bällchen mit Salz nachwürzen und sofort servieren (bevor der Käse im Inneren wieder abkühlt, was tendenziell auch doof wär).

Wir haben Adis Empfehlung umgesetzt und haben die Bällchen mit einer Tomatensauce serviert: Dafür habe ich eine Knoblauchzehe und eine Frühlingszwiebel in Olivenöl angebraten, darüber eine Dose „Pizzatomaten“ (drin sind geschälte gehackte Tomaten und Tomatensaft) gekippt, das Ganze mit Salz, Pfeffer, eine Mini-Prise Zucker, Basilikum und Oregano verfeinert und alles dann so ca. 15 Minuten sanft vor sich hin köcheln lassen.

Unser Fazit: Mal wieder toll. Eine sehr schöne „andere“ Art, Auberginen zu essen. Sehr lecker und irgendwie sehr erfrischend. Sommerlich. Joah.

Übrigens: Adi von „Pan y Varios“ hatte das Rezept dieser Bällchen ursprünglich bei epicurious.com gefunden
(hier könnt Ihr die Anmerkungen von anderen Menschen nachlesen, die das Gericht auch probiert haben, da sind ein paar gute Anregungen drin, wie z.B. der Vorschlag, gehackte Pilze hinzuzufügen, mit denen ich nächstes Mal gerne experimentieren möchte...).

Wer das epicurious-Portal nicht kennt, der möge bitte jetzt dahin eilen: ähnlich wie bei chefkoch.de findet man hier Zillionen von Rezepten, Foren, Artikeln, Lexika und diverse Tools. Ich persönlich (ja mei, ich bin bekanntlich ein oberflächliches Stück) finde die Aufmachung bei Epicurious wesentlich, ähm, ja... „sexier“ als beim deutschen Chefkoch – und einige der "epi"-Features finde ich wirklich sehr schön praktisch (wie deren Kooperation mit Tastebook, was das Anlegen von personalisierten Kochbüchern angeht, aber darüber erzähle ich Euch bald mehr... versprochen).


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